BMW unter den ersten Drei
Beifall für deutsche Autos in den USA

Die deutschen Autobauer haben einer Studie zufolge ihr Qualitätsimage bei den US-Kunden verbessert. Zuvor hatten die deutschen Hersteller auch schon in der ADAC-Pannenstatistik und beim Tüv gut abgeschnitten.

hof/hz/HB DÜSSELDORF. Einen großen Satz nach vorne machte der Münchener Autobauer BMW, der in der jährlichen Untersuchung der Unternehmensberatung J.D. Power von Rang zwölf auf Rang drei vorrückte. Die mit Qualitätsproblemen kämpfende Nobelmarke Mercedes-Benz verbesserte sich von Rang zehn auf fünf, Audi von Platz elf auf acht.

Damit platzierten sich gleich drei deutsche Fabrikate unter den qualitativ besten zehn in den USA. Im Vorjahr war Mercedes noch der einzige Vertreter in der Spitzengruppe. Branchenbeobachter werteten die Ergebnisse der Studie am Donnerstag als Zeichen, dass die deutschen Autobauer ihre Qualitätsprobleme erfolgreich in Angriff genommen haben. Das Qualitäts-Ranking von J.D. Power gilt als Maßstab für die gesamte Branche auf dem größten Automobilmarkt der Welt. Die „Initial Quality Survey“ befragt jährlich 62 000 Käufer von aktuellen Modellen während der ersten 90 Tage nach dem Kauf.

Für Porsche und Volkswagen hatten die Käufer allerdings kein gutes Wort übrig. Porsche landete beim Ranking auf dem fünftletzten Platz und verbesserte sich damit nur minimal im Vergleich zum Vorjahr. Die Unzufriedenheit schlägt sich bereits in den Absatzzahlen nieder: Der Verkauf von Porsche in den USA stockt. Während der Ende 2004 eingeführte neue 911er und der Anfang 2005 gestartete Boxster rasante Zuwächse aufweisen, fährt der bisherige Absatzmotor Cayenne im Rückwärtsgang.

Auch der VW-Konzern, der ebenfalls auf dem US-Markt mit dramatischen Absatzproblemen kämpft, ist in der Zufriedenheit der US-Kunden weit abgeschlagen auf einem Platz jenseits der dreißig. Volkswagen hatte im April beim Absatz in Nordamerika erneut einen schweren Rückschlag erlitten. Das schlechte Abschneiden der Marke VW in der jüngsten Studie wollte der Konzern gestern nicht kommentieren. Erst müssten die Ergebnisse im Detail analysiert werden, sagte ein Sprecher.

Maß aller Dinge blieb die zum japanischen Toyota-Konzern gehörende Nobelmarke Lexus. Bei den einzelnen Modellen lagen Toyota- und Lexus-Autos in zehn von 18 Marktsegmenten vorn - vom umweltfreundlichen Kompaktmodell Prius bis zum Van Sienna. Toyota gilt unter Autoherstellern weltweit als Vorbild, was Verarbeitung und Produktionsmethoden betrifft. Größere Probleme haben die Japaner aber anscheinend mit den in den USA gefertigten Modellen. Auswirkungen der von Toyota jüngst bekannt gegebenen Rückrufaktion sind in der Studie nicht berücksichtigt. 880 000 Geländewagen und Kleinlaster überwiegend in den USA müssen in die Werkstätten.

Aus den Top Ten in puncto Zuverlässigkeit fielen mit Honda und Hyundai zwei asiatische Vertreter heraus. Dagegen machte der Renault-Partner Nissan Boden gut. Er verbesser sich um mehr als zehn Plätze auf Rang 19.

Fortschritte attestieren die Studienmacher General Motors (GM). Der angeschlagene US-Marktführer platzierte mit Buick und Cadillac zwei seiner Marken unter den ersten fünf. Allerdings verschlechterte sich die für GM in den USA wichtige Luxusmarke Cadillac dabei leicht. Die größte Verbesserung unter allen Marken mit einem Sprung von Platz 37 auf 10 verzeichnete der GM-Geländewagen Hummer, dessen enormer Spritdurst in der Vergangenheit für schlechte Noten gesorgt hatte.

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