Bosch im Umbruch
Autonomes Fahren statt Anlasser

Von Produkten für selbstfahrende Autos bis zu digitalen Anwendungen in Haushalt und Industrie: Volkmar Denner stellt Bosch für die Zukunft auf. Die Investitionen drücken jedoch zunächst den Gewinn des Konzerns.
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RenningenDer Technologiekonzern Bosch rüstet sich für die Zukunft. Nach dem Verkauf der Anlassersparte an ein chinesisches Konsortium will der Technologiekonzern weiter verstärkt in neue Technologien investieren. Für Bosch ist die digitale Ausrichtung überlebenswichtig,

Zum Jahresauftakt hat Bosch seinen Umsatz um zwölf Prozent gesteigert. „Alle Unternehmensbereiche und Regionen konnten in den ersten drei Monaten 2017 teils deutlich zulegen“, erklärte der nicht börsennotierte Stiftungskonzern am Donnerstag in Renningen.

Trotz des Auftakts steckt sich Bosch jedoch erneut ein moderates Ziel für das Umsatzwachstum 2017 von drei bis fünf Prozent. Als Grund nannte das Unternehmen, das weltweit als Autozulieferer und Produzent von Gebäudetechnik und Haushaltswaren tätig ist, verhaltene Konjunkturaussichten und politische Unsicherheiten weltweit. „Das Ergebnis soll ungeachtet weiterhin hoher Vorleistungen in die Zukunftssicherung steigen.“

Im vergangenen Jahr drückten höhere Investitionen und Ausgaben für die Entwicklung von Produkten für selbstfahrende Autos oder digitale Anwendungen in Haushalten und Industrie den operativen Gewinn. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung stieg um 600 Millionen Euro auf sieben Milliarden Euro.

Als „Innovationsführer“ wolle Bosch den Wandel in der Autoindustrie vorantreiben, erklärte Bosch-Chef Volkmar Denner auf der Bilanzpressekonferenz. So will das Unternehmen etwa gemeinsam mit Daimler selbstfahrende Autos schneller in Serie bringen als bisher.

Trotz eines Umsatzzuwachses um 5,5 Prozent auf rund 73 Milliarden Euro sank das um Sonderfaktoren bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um etwa 6,5 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Unbereinigt brach das Ebit um 28 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro ein. Denn neben Abschreibungen auf übernommene Firmen schlugen Rechtskosten im Zusammenhang mit dem Dieselskandal von Volkswagen in den USA und das noch laufende EU-Kartellverfahren zu Buche.

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  • Ein "Thomas Riemke" erklärt uns die Welt. Ob er seinen Unsinn in 20 Jahren gerne noch einmal lesen würde? Ich bezweifle es.

  • In spätestens 20 Jahren ist das autonome Autofahren Normalität. Es wird dann keine Taxi- oder LKW-Fahrer mehr geben. Auch Lokführer bzw. Piloten werden überflüssig werden. Dies wird sich nicht verhindern lassen. Die Anzahl der Pkw's wird sich sehr stark reduzieren, weil der Besitz eines eigenen Autos, welches rd. 23 Stunden am Tag auf irgendeinem Parkplatz rumsteht, nicht mehr erforderlich sein wird. Das autonome Auto, welches Dich morgens ins Büro fährt, fährt anschließend irgend jemanden zum Arzt oder in den Supermark usw. Dies wird sich in vielen Bereichen ähnlich entwickeln (Dienstleistung, Herstellung von Gütern und Waren). Leider dürften hierdurch evtl. 30 bis 50 % (oder noch mehr) der Arbeitsplätze wegfallen. Es wird sich dann die Frage stellen, was machen wir mit zig. Millionen Menschen, die keine Arbeit mehr haben werden. Von unseren Politikern höre ich in dieser Hinsicht jedoch noch nichts. Wahrscheinlich haben sie die kommenden Problemen noch nichteinmal auf ihrem Schirm.

  • @Enrico Caruso
    Die Politik verbietet noch viel mehr...was meinen Sie wohl, was eine CO2 freie Gesellschaft (wie es ja die Deutsche Regierung vor hat) für uns als Gesellschaft/Bürger im konkretten Alltagsleben bedeutet....da wird ihnen nicht nur das Lenkrad per Gesetz verboten sondern das gesamte Auto (Benzin, Diesel, Oel) und es wird noch mehr verboten...Kohle, Gas und zum Schluss noch das Holz....alles ist schließlich in unserer Welt "Co2-belastet"...selbst der Mensch wird zum Schluss das Atmen einstellen müssen....und E-Autos wird es da schon lange nicht mehr geben, weil diese schlicht und einfach in einer CO2 freien Gesellschaft nicht mehr hergestellt werden können.

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