Britischer Ölkonzern
BP verkauft Ölfelder im Golf von Mexiko

Der britische Öl-Multi BP will durch den Verkauf von Ölfeldern Milliarden einsammeln. Der Konzern will sich nach dem Ölunglück der „Deepwater Horizon“ auf einen Kern von Aktivitäten im Golf von Mexiko konzentrieren.
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LondonDer britische Öl-Multi BP will mit dem Verkauf von Ölfeldern im Golf von Mexiko bis zu 7,9 Milliarden US-Dollar einspielen. Das berichtete die Agentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf mit dem Verkaufsprozess betraute Personen. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte die Verkaufsabsicht. Es handele sich um für BP strategisch nicht bedeutsame Felder. Die Verkaufsabsichten seien bereits im Mai veröffentlicht worden, sagte sie.

Die angestrebte Summe wollte sie nicht kommentieren. „Das kommt nicht von uns“, betonte die Sprecherin. BP-Vorstandschef Bob Dudley hatte vor zwei Wochen erklärt, das Unternehmen verfolge seinen eingeschlagenen Weg des Zurückfahrens von Aktivitäten in der Region, um die Aktivitäten im Golf von Mexiko zu fokussieren.

Den Informationen zufolge werden auf den Ölfeldern derzeit 58 000 Barrel (je 159 Liter) Rohöl pro Tag gefördert. Insgesamt umfassten die Reserven dort 120 Millionen Barrel Öl. BP will sich im Golf von Mexiko, wo die Plattform „Deepwater Horizon“ des Unternehmens im April 2010 explodiert war, auf einen Kern an Aktivitäten konzentrieren.

Das Unglück von 2010 hatte elf Menschen das Leben gekostet und einen Milliardenschaden verursacht. BP beschloss daraufhin, sich von Firmenwerten in Höhe von 38 Milliarden US-Dollar zu trennen, um die Kosten decken zu können. Am Montag verkündete das Unternehmen den Verkauf einer US-Raffinerie im Wert von 2,5 Milliarden Dollar. BP hatte sich bereits mit zahlreichen Klägern aus dem Kreis von Privat- und Geschäftsleuten geeinigt. Es steht jedoch noch eine Einigung auf die Entschädigung der US-Bundesregierung und von fünf Bundesstaaten aus.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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