CEO Fields muss gehen
Ein Möbelexperte soll Ford führen

Ford-Chef Mark Fields hatte viel Geld in die Entwicklung selbstfahrender Autos und Mobilitätsdienstleistungen gesteckt. Nun kostet der Kursverfall den Manager den Job. Der Autobauer hat bereits den Nachfolger präsentiert.
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DearbornFord zieht angesichts des Vertrauensschwunds an der Börse die Notbremse und setzt Vorstandschef Mark Fields vor die Tür. An seine Stelle rückt James Hackett, der bisher die für autonomes Fahren zuständige Tochter Smart Mobility leitet. Der 62-Jährige soll die Abläufe straffen und Ford fit für die Zukunft machen, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Fields werde nach insgesamt 28-jähriger Karriere bei Ford in den Ruhestand gehen. Fields sei eine „herausragende Führungskraft gewesen und verdiene viel Anerkennung“, lobte Verwaltungsratschef Bill Ford, der Urenkel des legendären Firmengründers Henry Ford.

Den Wechsel an der Spitze nutzt der zweitgrößte US-Autobauer für einen größeren Umbau der Führungsetage. Fields hatte das Vertrauen von Chairman Bill Ford und anderen Direktoriumsmitgliedern verloren. Er stand unter Druck, weil der Aktienkurs seit seinem Amtsantritt um fast 40 Prozent eingebrochen ist. An der Wall Street kam der Wechsel gut an: Die Ford-Aktie legte um 1,5 Prozent zu.

Analysten erwarten, dass der als Sanierer bekannte Hackett den von Fields eingeleiteten Sparkurs verschärfen soll. Damit will Ford zum Lokalrivalen General Motors (GM) aufschließen, der bereits stärker auf die Rendite als auf Größe und Stückzahlen achtet.

Der 56-jährige Fields hatte vor drei Jahren die Führung des Konzerns aus Dearborn nahe der US-Autohauptstadt Detroit übernommen. Damals befand sich der nach China weltweit zweitgrößte Automarkt auf dem Höhepunkt der Erholung nach der Weltwirtschaftskrise von 2009. Inzwischen bröckeln die Neuzulassungen jedoch und die Branche steht vor einer ungewissen Zukunft. Das macht auch Marktführer GM und dem italienisch-amerikanischen Konkurrenten Fiat Chrysler zu schaffen, der Nummer drei in den USA.

Alle großen Autobauer investieren derzeit massiv in Elektromobilität, Vernetzung und selbstfahrende Autos. Gleichzeitig müssen die Autobauer bei schrumpfen Verkaufszahlen stärker aufs Geld schauen. Fields wurde von Analysten angelastet, zu stark auf die neuen Technologien gesetzt und dabei die Profitabilität aus den Augen verloren zu haben.

Der Rückgang des Aktienkurses führte zuletzt dazu, dass der kalifornische Elektroautobauer Tesla Ford beim Marktwert überflügelte. Mit dem Wechsel an der Unternehmensspitze will Ford vergraulte Investoren zurückzugewinnen.

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„Ein Sonnyboy an der Spitze“

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