Chemie-Industrie
Biotech-Firma Medigene entkommt Verlustzone

Nach deutlichem Verlust im Vorjahr konnte die Firma für 2011 wieder einen Gewinn verbuchen. Die Schrumpfkur von Chef Frank Mathias zeigt damit erste Erfolge. Vor allem ein Produkt war profitabel für Medigene.
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FrankfurtDie Biotechfirma Medigene verlässt dank höherer Medikamentenumsätze und Meilensteinzahlungen die Verlustzone. Das 1994 gegründete Unternehmen erzielte im vergangenen Jahr einen Gewinn von 6,3 Millionen Euro, nachdem im Jahr zuvor noch ein Minus von 17,9 Millionen Euro in den Büchern gestanden hatte, wie Medigene am Freitag mitteilte. „Wir haben die Finanzkraft des Unternehmens erhöht, die Kostenstruktur optimiert und unsere Medikamentenpipeline gestärkt“, erklärte Firmenchef Frank Mathias. Er hatte dem Unternehmen eine Schrumpfkur verordnet und die Zahl der großen Forschungsprojekte deutlich verringert. Medigene erzielte 2011 einen operativen Gewinn (Ebitda) von 11,2 Millionen Euro nach einem operativen Verlust von 12,8 Millionen Euro im Jahr zuvor.

Für das Jahr 2012 erwartet Firmenchef Mathias im fortgeführten Geschäft einen Umsatz von mehr als fünf Millionen Euro. Dazu sollen Einnahmen von fünf Millionen Euro kommen aus dem Verkauf von Rechten an dem Krebsmittel Eligard für Länder außerhalb der EU. Allerdings werde Medigene kräftig in die Entwicklung des Rheuma-Mittels RhuDex investieren. Daher gehe das Unternehmen für 2012 von einem operativen Verlust (Ebitda) im mittleren einstelligen Millionenbereich aus.

Im vergangenen Jahr profitierte die Firma von gestiegenen Verkäufen der Warzensalbe Veregen in den USA, Deutschland und Österreich. Auch die zweiprozentige Beteiligung an den Umätzen, die der japanische Pharmakonzern Astellas mit dem Krebsmittel Eligard erwirtschaft, zahlte sich aus. Dazu schoben erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen das Geschäft an. Die Gesamterlöse verdoppelten sich auf 4,7 Millionen Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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