Chemiebranche
BASF-Chef rechnet mit weiteren Übernahmen

BASF-Chef Jürgen Hambrecht erwartet weitere Fusionen und Übernahmen in der Chemiebranche. Die zehn weltweit führenden Unternehmen kämen zusammen nur auf einen Marktanteil von knapp 20 Prozent, daher müsse die Konsolidierung weitergehen, sagte er in einem Interview.

HB FRANKFURT. „Die chemische Industrie ist noch immer eine stark fragmentierte Branche“, sagte der Vorstandschef des weltweit größten Chemieunternehmens in einem am Mittwoch vom Deutschen Aktieninstitut veröffentlichten Interview. „BASF gestaltet diesen Prozess aktiv mit und wird dies auch in Zukunft tun“, sagte Hambrecht. Kritisch sehe er aber die teilweise enorm hohen Preise, die derzeit am Kapitalmarkt gezahlt würden.

In den vergangenen zehn Jahren hatte BASF nach den Worten von Hambrecht mit Zukäufen einen Umsatz von rund 13 Mrd. Euro erworben. In derselben Zeitspanne hatte sich der Konzern von Geschäften mit einem Umsatzvolumen von zusammen elf Mrd. Euro getrennt.

Finanzchef Kurt Bock wies auf die Milliardeninvestitionen des Konzerns in die bestehenden Konzernbereiche hin, die BASF ebenso Chancen eröffneten: „In den Jahren 2007 bis 2011 werden wir daher nahezu elf Mrd. Euro investieren.“ Dazu zählten etwa die Erweiterung des Chemiestandorts im chinesischen Nanjing oder die Erhöhung der Produktionskapazitäten für Dämmstoffe am Stammsitz Ludwigshafen.

Zu einem möglichen Interesse von Wettbewerbern oder Beteiligungsgesellschaften an einem Kauf der BASF sagte Konzernchef Hambrecht, ein Käufer müsse zeigen, dass er mehr aus der BASF machen könne als das gegenwärtige Management. „Ich glaube aber nicht, dass es ein Team gibt, dass die BASF besser führen kann als wir."

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