Chemiekonzern
Lanxess lauert auf Kaufgelegenheiten

Der Chemiekonzern Lanxess rechnet im Zuge der Übernahmewelle in der Branche mit mehr Gelegenheiten für Zukäufe.

HB KÖLN. "Getrieben durch zunehmenden Wettbewerbsdruck sehe ich, dass große Unternehmen sich weiter aufspalten", sagte Lanxess-Chef Axel Heitmann am Mittwoch am Rande einer Veranstaltung in Köln zu Journalisten. Auch Beteiligungsgesellschaften würden Geschäfte abgeben. amit ergebe sich die Möglichkeit, sich die unterschiedlichsten Projekte anzuschauen. "Wir sehen mehr Fragmente auf den Markt kommen." Lanxess werde aber keine Großübernahmen angehen, die den Konzern grundlegend veränderten.

Die Chemiebranche befindet sich nach Einschätzung des Lanxess-Chefs erst in einer frühen Phase der Konsolidierung. "Andere Industrien sind da deutlich weiter", sagte Heitmann. Lanxess selbst habe im Zuge der Sanierung und Neuausrichtung des Unternehmens auf die Spezialchemie bereits die großen Verkäufe hinter sich. "Wir haben unseren Veräußerungsprozess zurzeit abgeschlossen", sagte der Manager. Allerdings stünden bei Lanxess stets alle Geschäfte auf dem Prüfstand. Dies lasse sie effektiv und schlagfertig arbeiten.

Lanxess konzentriert sich bei Zukäufen auf kleinere und mittelgroße Akquisitionen. In diesem Jahr hatte der Konzern für rund 200 Mill. Euro 70 Prozent des brasilianischen Kautschukhersteller Petroflex übernommen. Für die restlichen Anteile hat Lanxess inzwischen ein Pflichtangebot vorgelegt. Finanzchef Matthias Zachert zufolge könnte Lanxess die Übernahme einschließlich Schulden und wenn alle Aktionäre ihre Anteile andienten bis zu 400 Mill. Euro kosten. Dabei seien auch Währungschwankungen berücksichtigt.

Neben den Zukäufen wolle das Unternehmen zwischen 2007 bis 2009 weltweit insgesamt eine Milliarde Euro investieren. Mehr als die Hälfte fließe in die deutschen Werke. Für die kommenden Jahre seien weitere 250 Millionen Euro für deutsche Investitionsprojekte in der Planung. In seinen Standort im belgischen Anwerpen will Lanxess in den kommenden nächsten zwei Jahren 35 Millionen Euro stecken. Damit soll die Kunststoffproduktion dort erweitert werden.

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