Chemiekonzern
Clariant knickt unter Konjunkturflaute ein

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Südchemie soll Rendite ankurbeln

Analysten der ZKB kritisierten vor allem die im dritten Quartal stark gesunkene Profitabilität. Im Schnitt hatten die von Reuters befragten Analysten einen Gewinnrückgang von lediglich 31 Prozent erwartet. Clariant will nun gegensteuern. Da das Unternehmen plane, die Verkaufspreise zu halten und sinkende Rohstoffkosten nicht beziehungsweise nicht sofort an die Kunden weiterzugeben, dürfte sich die operative Rendite (Ebitda-Marge) im vierten Quartal leicht verbessern, sagte der Finanzchef.

Trotz des schwachen Quartals sieht sich das Unternehmen auf Kurs, die mittelfristigen Ziele zu erreichen. Clariant will die operative Rendite von 13,2 Prozent im Jahr 2011 auf mehr als 17 Prozent im Jahr 2015 steigern. Clariant hofft, stark von dem im Vorjahr übernommenen weniger konjunkturanfälligen Katalysatoren- und Energie-Geschäft der deutschen Südchemie zu profitieren.

Die Quartalszahlen von Clariant zeigen einmal mehr, wie stark die sich abkühlende Wirtschaft in Europa auf die Chemieindustrie abfärbt. Zuletzt hatten bereits deutliche Gewinneinbrüche bei den US-Wettbewerbern DuPont und Dow Chemical sowie ein Milliardenverlust beim niederländischen Farbenhersteller Akzo Nobel Schockwellen durch die Branche gesandt. Die zwei US-Rivalen hatten zudem harte Einschnitten und einen umfangreichen Stellenabbau angekündigt.

 
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Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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