Chevrolet in Deutschland
Opel-Schwester erwartet 20 Prozent Plus

Chevrolet strebt auf dem Opel-Heimatmarkt Deutschland weiter zweistellige Zuwachsraten an. Im laufenden Jahr soll der Markenabsatz um 20 Prozent zulegen. 2011 verkaufte General Motors in Deutschland knapp 30.000 Autos.
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RüsselsheimDie GM-Hausmarke Chevrolet strebt auf dem Opel-Heimatmarkt Deutschland weiter zweistellige Zuwachsraten an. Im laufenden Jahr soll der Markenabsatz um 20 Prozent zulegen, sagte der Geschäftsführer von Chevrolet Deutschland, Steffen Raschig, dem Onlinemagazin Autogazette.de: „Wenn ich mir unser Wachstum von 23 Prozent im Vorjahr anschaue, was unter erschwerten Bedingungen zustande kam, ist das sehr realistisch.“ Im vergangenen Jahr verkaufte der US-Autoriese General Motors in Deutschland nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes knapp 30.000 Autos (plus 21,6 Prozent) und erreichte einen Marktanteil von 0,9 Prozent. Die Schwestermarke Opel kam auf 8,0 Prozent Marktanteil, konnte den Absatz aber nur um neun Prozent steigern.

Mittelfristig will Raschig den Marktanteil von Chevrolet in Deutschland auf 1,3 bis 1,5 Prozent ausbauen. Dann sollen 45.000 bis 60.000 Autos der Marke verkauft werden. Diese Marke soll 2014, spätestens 2016 erreicht werden. Allerdings schränkte Raschig ein: „Wenn uns der Markt wegen einer Rezession unter den Füßen wegbrechen sollte, ist die Zahl von 45.000 Fahrzeugen anders zu bewerten.“ GM will die US-Massenmarke Chevrolet verstärkt in Europa etablieren und tritt mit Kampfpreisen gegen die etablierte Konkurrenz an. In den kommenden Jahren soll zudem die Premiumschwester Cadillac zunächst in China und später in Europa als Luxusmarke aufgebaut werden.

Gleichzeitig erschwert der Konzern aber weiter den Export der Marke Opel in Wachstumsmärkte außerhalb Europas - um den konzerninternenen Markenkannibalismus zu vermeiden. Hingegen bestreitet Opel, dass sich GM mit beiden Marken selbst Konkurrenz in Europa mache. In Rüsselsheim heißt es, die Marke Chevrolet sei unter Opel angesiedelt und spreche andere Kunden an.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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