Conti, Telekom und Unilever
Stellenabbau bringt Belegschaften auf die Barrikaden

Nicht nur beim Autozulieferer Continental protestierten am Donnerstag hunderte Beschäftigte für den Erhalt ihrer Jobs. Gegen den angekündigten Stellenabbau bei der Telekom gingen sogar Tausende auf die Straße. Und auch bei Unilever gab es Proteste in ganz Europa.

HB HANNOVER/BRAUNSCHWEIG/INGOLSTADT/LEIPZIG. Bei Continental kämpft die Belegschaft weiter um den Erhalt der Pkw-Reifenproduktion am Traditionsstandort Hannover-Stöcken. Am Donnerstag protestierten hunderte von Beschäftigten vor drei Werkstoren gegen die angekündigte Schließung. Conti will die Pkw-Reifenproduktion in Stöcken mit 320 Beschäftigten bis Ende 2006 stilllegen. Dagegen hatte es bereits mehrere Protestaktionen gegeben. Der Betriebsrat hatte angekündigt, „um jeden Preis“ für den Erhalt der Produktion zu kämpfen.

Der Betriebsrat erwägt auch rechtliche Schritte. Es werde geprüft, ob die Kündigung einer Betriebsvereinbarung vom Frühjahr seitens des Conti-Managements rechtlich angefochten werde, sagte der Betriebsratschef im Werk Stöcken, Wilfried Hilverkus, der dpa. Die Mitarbeiter der Pkw-Reifenproduktion in Stöcken hatten erst im Frühjahr etwa längeren Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich zum Joberhalt zugestimmt. Dazu war eine Betriebsvereinbarung geschlossen worden. Conti hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, mit der Stilllegung werde auch die Betriebsvereinbarung aufgehoben.

Am Mittwoch hatten die Gewerkschaft IG BCE sowie der Betriebsrat dem Conti-Vorstandsvorsitzenden Manfred Wennemer ein Ultimatum gestellt. Sollte Wennemer die Schließung der Pkw-Reifenproduktion in Stöcken bis zur Aufsichtsratssitzung am 14. Dezember nicht zurücknehmen, stünden insgesamt zehn Betriebsvereinbarungen zur Disposition. Als Begründung für die Schließung der Pkw- Reifenproduktion in Stöcken hatte Conti angeführt, das Wachstum in der Reifensparte sei geringer ausgefallen als erwartet. Die Produktion in Stöcken sei die kleinste und insgesamt auch die teuerste.

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