Daimlers Investorensuche
Spekulation über Kauf des EADS-Anteils durch KfW

Die Regierung dementiert Spekulationen über eine milliardenschwere Investition der KfW bei EADS. Einem Medienbericht zufolge soll die staatliche Förderbank den EADS-Anteil von Daimler übernehmen.
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BerlinDas Bundeswirtschaftsministerium hat einen Bericht über den Kauf des Daimler-Anteils am europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS durch die staatliche Förderbank KfW zurückgewiesen. „Es gibt weder konkrete Planungen noch Festlegungen für eine Übernahme des Daimler-Anteils an EADS durch die KfW“, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag. „Im Mittelpunkt steht jetzt die Suche nach einem privaten Investor.“ Der Suchprozess werde erst in den kommenden Wochen beginnen. Darauf habe sich die Regierung mit Daimler verständigt.

Die „Financial Times“ hatte am Montag einen ranghohen Regierungsbeamten zitiert, der die Suche nach Investoren für den zum Verkauf stehenden Daimler-Anteil als „hoffnungslos“ bezeichnet hatte. Voraussichtlich werde deshalb nun die KfW für rund 2,5 Milliarden Euro einen 7,5-prozentigen Anteil von Daimler übernehmen sowie einen weiteren Anteil gleicher Größe im kommenden Jahr, hieß es in dem Bericht.

Daimler hält 15 Prozent am Kapital der EADS und übt darüber hinaus die Stimmrechte für ein weiteres 7,5-Prozent-Paket aus, das bei einer Gruppe von vornehmlich deutschen Finanzinvestoren liegt - darunter die KfW. Der Autobauer hatte im Juni angekündigt, seine EADS-Beteiligung zu senken oder sogar ganz aufzugeben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Daimlers Investorensuche: Spekulation über Kauf des EADS-Anteils durch KfW"

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  • Ich kann Ihre erste Reaktion verstehen. Leider ist die Situation etwas anders. Die deutsche Politik erkennt das strategische Know-how und die Fertigungskapazitäten nicht und will das über Jahrzehnte aufgebaute und erhaltene Potential an die schwächelnden Franzosen abtreten. So kann die französische Seele gepflegt und die Industrie zu Lasten Deutschlands gestärkt werden.
    Schade, dass dabei die Interessen der deutschen Bürger vernachlässigt werden.

    Eine Übernahme durch die KfW wäre eine Notlösung, doch in einem Markt wo die Gewinne teilweise staatlich vorgegeben werden und die Aufträge einbrechen (Rüstung), wäre es besser als die Aufgabe des deutschen Einflusses. Doch ob dies auch von der Regierung so gesehen wird, ist fraglich.

  • Ganz toll!!!
    Wenn sich kein Käufewr findet springt der Staat ein.
    Ich könnte platzen vor Wut!
    Ein weiteres Kapitel aus dem Buch:Die Gewinne privatisieren wir und wenn es eng wird stehen wir wieder zusammen,aber auch keine Sekunde länger,denn warum sollten wir unser sauer "verdientes"Geld dem Staat schenken?
    Wer hat diese Menschen erzogen?wer hat versäumt hier Werte wie Anstand und Moral zu vermitteln.
    Wenn mit mir jemand Monopoly spielt und sich ständig wenn er dran ist neue Regeln erfindet,dann hau ich ihm irgendwann das Spielbrett um die Ohren!

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