Damenmodekonzern
Escada sieht sich wieder auf Kurs

Nach dem Insolvenzantrag 2009 rechnet der Damenmodekonzern Escada für das laufende Jahr wieder mit einem Gewinn. Chef Bruno Sälzer überlegt zudem, mit einem Strategiewandel neue Kunden zu gewinnen.
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MünchenZwei Jahre nach der Insolvenz rechnet der Damenmodekonzern Escada für 2011 mit schwarzen Zahlen. „Wir sind auf Kurs: In den ersten sechs Monaten haben wir alle unsere Ziele erreicht“, sagte Escada-Chef Bruno Sälzer der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstag). Ziel sei es, den Umsatz von zuletzt rund 300 Millionen Euro im hohen einstelligen Prozentbereich zu steigern.  

Nach wie vor prüft das Unternehmen mit Sitz in Aschheim bei München auch den Einstieg in den Markt für Männermode. „Wir hätten die Kompetenz, auch Herrenmode anzubieten. Mittelfristig ist das nicht ausgeschlossen“, sagte Sälzer, der früher Vorstandschef von Hugo Boss war. Über den Strategiewandel wird bereits seit langem spekuliert.  

Escada hatte am 13. August 2009 wegen finanzieller Probleme Insolvenzantrag gestellt und war wenig später von Megha Mittal aus der indischen Industriellen-Familie Mittal übernommen worden. Seitdem geht es - auch dank neuer Kollektionen und einer geänderten Preispolitik - mit der einst berühmtesten Damenmodemarke der Welt wieder bergauf. „Der Neustart aus der Insolvenz war ein Befreiungsschlag“, sagte Sälzer.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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