Dank Rohstoff-Boom
Exportgeschäft stützt deutsche Maschinenbauer

Das Exportgeschäft des deutschen Maschinenbaus hat sich im September erneut als Wachstumsstütze für die Branche erwiesen.

HB FRANKFURT. Die meisten Bestellungen kämen derzeit aus Ländern, die Rohstoffe wie Öl, Gas, Kohle oder Erze förderten, sagte der Volkswirt Olaf Wortmann vom Branchenverband VDMA am Donnerstag in Frankfurt.

Dort wüchsen durch den weltweiten Rohstoff-Boom die Einkommen. „Diese Länder fragen daher alles nach, nicht nur etwa Bergbaumaschinen oder Fördertechnik“, fügte er hinzu. In Deutschland springt die Nachfrage dagegen noch nicht richtig an.

Nach Ansicht von Hauptgeschäftsführer Hannes Hesse geben aber jüngste Konjunkturindikatoren Anlass zur Hoffnung: „Die positive Entwicklung des Ifo-Geschäftsklimaindex stimmt uns für die zukünftige Inlandsnachfrage nach Maschinen optimistisch.“

Im September lagen die Bestellung von deutschen Kunden erneut unter dem entsprechenden Vorjahresmonat, diesmal um ein Prozent. Die Auslandsnachfrage zog dagegen um sieben Prozent an.

Insgesamt verbuchte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau ein Auftragsplus von vier Prozent. In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Drei-Monats-Zeitraum von Juli bis September errechnete er ein sechsprozentiges Wachstum bei den Bestellungen. Dabei lag die Inlandsnachfrage stabil, die Auslandsbestellungen stiegen binnen Jahresfrist um neun Prozent.

Das starke Exportgeschäft beschert den Maschinen- und Anlagenbauern in diesem Jahr einen kräftigen Produktionszuwachs. Die Branche erwartet ein Fertigungsvolumen von 144 Milliarden Euro und damit ein Plus von vier Prozent. Für 2006 rechnet sie mit einem Wachstum von immerhin zwei Prozent.

Warten auf deutsche Bestellungen

In Deutschland sei eine Belebung der Nachfrage nur noch eine Frage der Zeit, prophezeit Wortmann. Viele Unternehmen müssten dringend in modernere Produktionsanlagen investieren. „Das ist schon deshalb nötig, um mit den ausländischen Wettbewerbern mithalten zu können“, sagte er. Mehr feste Arbeitsplätze werde ein Anziehen der heimischen Konjunktur aber nicht unbedingt bringen. Allerdings habe eine interne Studie über die Beschäftigungsentwicklung gezeigt, dass die Zahl der Leiharbeiter in diesem Jahr wegen der starken Auslastung der Betriebe gegenüber dem Vorjahr um 5000 auf 22.000 gestiegen sei. Derzeit sind in der Branche in Deutschland knapp 860.000 Menschen fest angestellt. Die Auslastung der Betriebe sei derzeit mit 87 Prozent optimal, ergänzte Wortmann.

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