Dax-Anwärter profitiert vom weltweiten Agrarboom
Kursrally bei K+S-Aktie geht weiter

Wegen seines rasant gestiegenen Aktienkurses gilt der Kasseler Rohstoffkonzern als heißer Kandidat für den Dax. Die Deutschen gehören zu den wichtigsten Anbietern auf dem übersichtlichen Kali-Markt. Und der boomt dank der weltweiten Lebensmittelknappheit.

FRANKFURT. Am Mittwoch könnte dem Kasseler Rohstoffkonzern K+S ein wichtiger Schritt nach vorne gelingen. Dann tagt der Arbeitskreis Aktienindizes an der Deutschen Börse. Wenn der seine Entscheidungen auch erst im September trifft, nimmt er schon eine Wertung vor. Im April lag K+S mit seiner Marktkapitalisierung bereits auf Platz 21, beim Börsenumsatz auf Rang 30. So wird K+S nicht nur wegen seines rasant gestiegenen Aktienkurses als heißer Kandidat für den Dax gehandelt.

Der Börsenleitindex würde damit auch durch einen Rohstoff-Wert erweitert. "In Deutschland sind wir einer der wenigen, vielleicht sogar der einzige Rohstoffproduzent von Weltrang", sagt Norbert Steiner, Vorstandsvorsitzender der K+S Aktiengesellschaft.

Der Düngemittel- und Salzhersteller hat am Dienstag wegen des ungebremsten Booms auf den Agrarmärkten sein Gewinnziel innerhalb eines Monats zum zweiten Mal erhöht. Angesichts der weltweit deutlich gestiegenen Preise für Düngemittel rechne K+S nun mit einem Betriebsergebnis (Ebit I) von mindestens 1,1 Milliarden Euro Euro, teilte das Kasseler Unternehmen am Dienstag mit. Das ist das vier mal so viel wie die Firma 2007 verdient hatte.

Analysten bewegte die Prognoseanhebung zu einer noch positiveren Einschätzung der Aktie und Anleger kauften das Papier begeistert. K+S-Titel legten mehr als neun Prozent auf ein Rekordhoch von 334 Euro zu.



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Grund für den Aufstieg ist die wachsende Nachfrage nach Düngemitteln. Kalk, Stickstoff, Phosphat und Kali lassen sich zwar nicht verzehren, aber ohne diese Düngemittel fielen die Ernten der Landwirte kläglich aus. Vor allem steigt die weltweite Nachfrage nach Lebensmitteln in den bevölkerungsreichen Ländern China und Indien. Kali gilt als das ertragreichste Massendüngemittel. Dabei sah es vor zehn Jahren nach dem Zusammenbruch der UdSSR noch ganz anders aus: Kapazitäten wurden vom Markt genommen und Kali-Minen stillgelegt.

Ein weiterer Grund für das längst wieder sehr ertragreiche Geschäft ist die überschaubare Zahl der Kali-Anbieter. Nicht nur bei K+S steigen Umsatz und Aktienkurse, sondern auch bei den großen Konkurrenten Mosaic, Yara, Uralkali oder Potash Corp. Die in Minnesota ansässige The Mosaic Company hat in ihrem Ende Februar 2008 endenden Quartal einen Umsatz von 2,1 Mrd. US-Dollar bekannt gegeben, im entsprechenden Vorjahresquartal waren es noch knapp 1,2 Mrd. Dollar. Der Quartals-Nettogewinn stieg binnen Jahresfrist um mehr als das Zwölffache auf 520,8 Mill. Dollar.

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