Dax-Konzerne
Jobs in fast allen Fachrichtungen

Ingenieure und IT-Spezialisten, Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler: Die Börsenfirmen suchen nach Fachkompetenz in verschiedensten Unternehmensbereichen. Die meisten offenen Stellen bietet eine Industrielegende.
  • 1

DüsseldorfWer die 30 Dax-Konzerne befragt und deren Jobbörsen im Internet durchforstet, der fand Ende vergangener Woche 11.677 offene Stellen in Deutschland. Das sind gut 3000 mehr als im vergangenen Jahr – und so viele wie noch nie.

Am meisten Mitarbeiter sucht Siemens mit 3000 Angeboten. Gefragt sind Elektrotechniker, Maschinenbauer und Informatiker. Selbst die teilverstaatlichte Commerzbank, die nach den etwas strengeren Ausleseregeln in der Industrie wohl längst Insolvenz hätte anmelden müssen, will 450 Mitarbeiter einstellen, hauptsächlich im Vertrieb.

Gefragt sind alle Fachrichtungen. Henkel sucht vor allem „Wirtschaftswissenschaftler, Chemiker, Maschinenbauingenieure und Wirtschaftsingenieure“, sagte eine Sprecherin des Düsseldorfer Waschmittel- und Markenkonzerns. Die vielen Industriefirmen um BASF, Daimler, Henkel, Linde, Siemens und VW suchen vor allem Ingenieure. Kein anderer Berufszweig erfreut sich einer solch großen Nachfrage. Mehr als die Hälfte der Unternehmen fragt darüber hinaus nach IT-Spezialisten. Es folgen Mathematiker (Deutsche Telekom, Münchener Rück, VW), Naturwissenschaftler (Bayer, Beiersdorf, Fresenius) und Wirtschaftswissenschaftler (BASF, Beiersdorf, Fresenius, RWE).

Fast alle Unternehmen bieten in diesem Frühjahr mindestens genauso viele neue Jobs an wie vor einem Jahr. Als einer der wenigen plant die Lufthansa, weniger Personal einzustellen. Allerdings haben die Frankfurter vor einem Jahr 4000 neue Piloten, Flugbegleiter und Servicekräfte gesucht. Das war Rekord in Deutschland. In diesem Jahr sinkt die Zahl nach bisherigen Planungen auf 1500. Auch damit zählt der an der Börse gebeutelte Konzern unverändert zu den Firmen mit den meisten Job-Angeboten.

Kommentare zu " Dax-Konzerne: Jobs in fast allen Fachrichtungen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Sieht man sich die Stellenanzeigen mal an so findet man fast überall nur Angebote von Sklavenhändlern. Nicht mit Aufschwung.

    Man such Billigkräfte keine Fachkräfte! Erkennt man auch daran, daß die Löhne bei einer erhöhten Nachfrage ja steigen müßten. Sie fallen eher.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%