Deutsche Bahn
Bahn beschleunigt Kontrollen der ICE-Achsen

Die Deutsche Bahn wird von März an acht neue Kontrollanlagen für die Achsen ihrer ICE-Züge in Betrieb nehmen. Dadurch könnten mehr Achsen in gleicher Zeit überprüft und schrittweise wieder mehr ICE eingesetzt werden

HB BERLIN. Ein ICE drei war im Juli 2008 in Köln wegen eines Achsbruchs entgleist. Später wurden an zwei Achsen anderer ICE millimetertiefe Risse entdeckt. Seitdem kontrolliert die Bahn bestimmte Achsen der Typen ICE drei und ICE T häufiger. Dadurch standen bislang stets einige ICE in der Werkstatt und mussten im Reiseverkehr durch Intercitys (IC) ersetzt werden.

Bahnchef Hartmut Mehdorn hat inzwischen den Austausch eines Teils der ICE-Achsen angekündigt. "Die Industrie, allen voran Siemens, ist jetzt gefordert, möglichst rasch ein Austauschprogramm zu erarbeiten", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Zu Details wie Umfang und Zeitraum dieses Programms wollte sich die Bahn am Montag nicht äußern. Aus Branchenkreisen verlautete, der Austausch werde maximal zehn Mio. Euro kosten.

Siemens ist bei den ICE der Konsortialführer. Eine Sprecherin des Konzerns sagte am Montag in Berlin, eine Arbeitsgruppe, in der außer Siemens und Bahn auch Alstom und Bombardier vertreten sind, führe intensiv Gespräche, "um eine technische Lösung zu finden". Der Abschlussbericht zur Ursache des Achsbruchs von Köln liegt noch immer nicht vor. Die zuständige Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung lehnte am Montag eine Stellungnahme mit Hinweis auf das bei der Kölner Staatsanwaltschaft laufende Ermittlungsverfahren ab.

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