Deutsche Industrie profitiert von Chinas Marktwachstum
Daimler-Chrysler kann in China loslegen

Der erste chinesische Mercedes rückt in greifbare Nähe. Chinas Staatsrat hat dem Stuttgarter Autokonzern Daimler-Chrysler den Bau von Mercedes-Modellen der C- und E-Klasse endgültig genehmigt.

HB STUTTGART. Das Gemeinschaftsprojekt mit der Beijing Automotive Industry Corp (BAIC) sei vom chinesischen Staatsrat genehmigt und bei dem Deutschland-Besuch des chinesischen Premierministers Wen Jiabao in Berlin unterzeichnet worden, teilte Daimler-Chrysler am Montag in Stuttgart mit. Von 2006 an sollen bis zu 25 000 Mercedes-Pkw in einer neuen Fabrik in Peking aus Teilesätzen montiert werden. Eine Grundsatzvereinbarung war bereits im September vergangenen Jahres in China unterzeichnet worden. Sie sah Investitionen von BAIC und Daimler-Chrysler von insgesamt einer Milliarde Euro vor.

Ein Daimler-Chrysler-Sprecher sagte, die Differenzen mit der südkoreanischen Hyundai Motor seien damit ausgeräumt. Hyundai hatte Daimler-Chrysler den Partner BAIC streitig gemacht und auf auf eine 30-jährige Exklusivvereinbarung mit den Chinesen zum Bau von Mittelklassewagen gepocht. Hyundai und BAIC hätten das Thema geklärt, sagte der Daimler-Chrysler-Sprecher.

„Der Aufbau eines Produktionsstandorts für Mercedes-Benz-PKW in China ist ein entscheidender Faktor unserer Asien-Strategie und ergänzt unsere Aktivitäten auf dem chinesischen Markt“, sagte Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp. Unmittelbar nach der Einstellung der finanziellen Unterstützung des angeschlagenen japanischen Partners Mitsubishi war Schrempp Ende April überraschend nach China geflogen, um noch letzte Details zu klären.

Die Vereinbarung über die Mercedes-Produktion mit der Beijing Automotive Industry Holding Company (BAIC) wurde im Zuge des Deutschland-Besuchs des chinesischen Premierministers Wen Jiabao in Berlin unterzeichnet. Daimler-Chrysler baute bereits Jeeps in China. Ein Rahmenabkommen der Nutzfahrzeugsparte sieht die Produktion von schweren und mittelschweren Lkw, Motoren und Komponenten im Werk von des chinesischen Partners Beiqi Foton Motor in Peking vor.

Im vergangenen Jahr hatte die Nationale Entwicklungs- und Reform- Kommission Chinas die Produktion der Mercedes-Vans Sprinter und Vito/Viano in einem neuen Werk in der chinesischen Provinz Fujian genehmigt. In gemeinsamer Regie von Daimler-Chrysler, der Fujian Motor Industry und der China Motor Corporation (Taiwan) sollen von 2006 an 40 000 Transporter produziert werden. Insgesamt 200 Millionen Euro sollen investiert werden. „DaimlerChrysler ist damit der einzige westliche Autokonzern, der sowohl PKW als auch Nutzfahrzeuge lokal in China fertigen kann“, sagte der Vorstand für Konzernentwicklung, Rüdiger Grube.

Seite 1:

Daimler-Chrysler kann in China loslegen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%