Deutsche Industrie
Vorsprung durch Innovation

Weltweit suchen Universitäten und Forschungsabteilungen der Großkonzerne nach Technologien der Zukunft. Die deutsche Industrie muss auf Innovation und Forschung setzen, um sich zu behaupten.

DÜSSELDORF. Sensoren und Mikrochips steuern Roboter. Pflanzen produzieren chemische und pharmazeutische Substanzen. Mini-Brennstoffzellen liefern Strom für mobile Computer. Aus leuchtenden Kunststoffen entstehen zusammenrollbare Bildschirme.

Die Zukunft der deutschen Industrie liegt in Innovation und Forschung – davon ist Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, überzeugt. „Wir benötigen Differenzierungsmerkmale, um dem wachsenden Druck der aufstrebenden Staaten in Asien, Lateinamerika und Osteuropa auszuweichen, die uns in den traditionellen Bereichen immer stärker Konkurrenz machen“, sagt Bullinger im Gespräch mit dem Handelsblatt. Neben einer besseren Qualität oder niedrigeren Produktionskosten durch Automatisierung müsse sich Deutschland vor allem nach neuen Märkten umschauen.

Die Fraunhofer-Gesellschaft, deren Auftrag die anwendungsorientierte Forschung ist, hat zwölf solcher Zukunftsmärkte identifiziert – Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse mit großem Potenzial. Es geht um Technologien wie die maßgeschneiderte Lasertechnik für neue Anwendungen, aber auch neue Prozesse wie die Logistik der Zukunft (siehe „Zwölf Zukunftsmärkte).

Drei Kriterien mussten diese Wachstumsfelder erfüllen: Sie sollen ein zusätzliches Geschäft einbringen, spätestens in zehn Jahren nennenswerte Umsätze ermöglichen, und Deutschland soll in einer guten Ausgangsposition sein. Zum einen versprechen die Felder ein herausragendes Innovationspotenzial, zum anderen eine große Marktnähe.

Weltweit suchen Universitäten und Forschungsabteilungen der Großkonzerne nach Technologien der Zukunft. Fraunhofer hat für seine Perspektivmärkte die wichtigsten Studien ausgewertet und auf Deutschland heruntergebrochen. „Am Ende muss eine Innovation ein verkaufsfähiges Produkt oder eine verkaufsfähige Dienstleistung sein“, umschreibt Bullinger die Herausforderung. Nur wenn Know-how mit Marktnähe zusammen komme, könne der Standort gewinnen.

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