Die 100 größten US-Unternehmen
Ausgerechnet High Tech widersteht der Krise

Während viele Firmen der traditionellen Industrie empfindlich unter den Folgen der Immobilien- und Finanzkrise leiden, konnten die Energie- und Technologiekonzerne ihre Erträge kräftig steigern. Dies spiegelt sich in der Liste der 100 größten US-Unternehmen wider. Im Jahre 2008 dürfte allein die Öl-Branche der Krise entkommen.

NEW YORK/DÜSSELDORF. Keine Veränderungen an der Spitze, doch dahinter kündigt sich ein Gezeitenwechsel an. Während die Öl-Branche einsam ihre Erfolgsrunden dreht, straucheln viele Unternehmen der „Old-Economy“. Ausgerechnet also jene Branchen, die im Abschwung nach der Jahrtausendwende mit stabilen Erträgen eine längere Rezession verhinderten. Mit Blick auf die drohende Rezession in diesem Jahr sind das miserable Voraussetzungen. Hingegen umschiffen die einst so gebeutelten Technologie-Unternehmen diesmal die Krise weitaus besser. Sie glänzen mit rasant steigenden Umsätzen und Gewinnen. Bislang jedenfalls.

Die wichtigsten Kennzahlen aus den Geschäftsberichten für 2007 lesen sich – zumindest im Durchschnitt betrachtet – wie eine Erfolgsstory. Amerikas 100 größte Unternehmen steigerten ihre Nettogewinne gegenüber 2006 um 14,4 Prozent. Im letzten Jahr betrug das Plus nur acht Prozent. Auch die Umsätze steigen mit 8,5 Prozent überdurchschnittlich, wenn man die vergangenen fünf Jahrzehnte als Vergleich heranzieht.

Unangefochtene Nummer eins in den USA – und auf der Welt – bleibt Exxon Mobil. Der texanische Ölkonzern hat im Vorjahr mehr Nettogewinn gemacht, als Getränkeriesen wie Coca-Cola oder Pepsico an Umsatz erzielten. Selbst erfolgreiche IT-Größen wie Intel oder Apple kommen beim Jahresumsatz nicht an das Nettoergebnis von Exxon heran.

Der Vergleich zeigt deutlich, welch herausragende Stellung die Ölindustrie in der führenden Volkswirtschaft der Welt einnimmt: Unter den vier größten US-Konzernen befinden sich drei Mineralölkonzerne, neben dem unangefochtenen Marktführer wachsen auch die Rivalen Chevron und Conoco Phillips mit großen Schritten. Das Trio steht für mehr als 800 Mrd. Dollar Umsatz, beglückte seine Aktionäre im Geschäftsjahr 2007 mit mehr als 70 Mrd. Dollar Gewinn und wird damit mehr denn je seinem Spitznamen gerecht: „Big Oil“.

Mit Blick auf die weiter gestiegenen Ölpreise gehen Experten davon aus, dass die großen drei ihre Führung sogar noch ausbauen werden. Die Ratingagentur Standard & Poor’s rechnet damit, dass allein der operative Gewinn von Exxon Mobil im ersten Quartal 2008 um weitere 24 Prozent auf 11,5 Mrd. Dollar gestiegen ist. Die Ergebnisse präsentiert der Konzern am 25. April.

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