Dieselskandal
Auch bei Ford Verdacht auf illegales Abgas-System

Der Dieselskandal weitet sich womöglich auf Ford aus. Das Verkehrsministerium hat laut einem Bericht das Kraftfahrtbundesamt beauftragt, ein Mondeo-Modell auf eine Abschalteinrichtung zu untersuchen.
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BerlinDas Kraftfahrtbundesamt (KBA) nimmt auch die Abgas-Systeme von Ford genauer unter die Lupe. In der vergangenen Woche sei Ford von der Behörde wegen des Diesel-Modells Mondeo 2.0 TCDI kontaktiert worden, erklärte der Autobauer am Donnerstag im Anschluss an eine Meldung der „Wirtschaftswoche“.

Das Magazin berichtete unter Berufung auf das Bundesverkehrsministerium, es bestehe der Verdacht auf den Einsatz eines illegalen Systems zur Abschaltung der Abgasreinigung. Ford bestritt, solche illegalen Einrichtungen zu verwenden. „Ford verwendet keine illegalen Abschaltvorrichtungen, sogenannte ‚Defeat Devices‘“, sagte ein Unternehmenssprecher dem Handelsblatt.

Die Fahrzeuge und Dieselmotoren erfüllten die aktuell vorgeschrieben Abgasrichtlinien. „Diese Felduntersuchungen werden regelmäßig bei allen relevanten Herstellern durchgeführt. Ford arbeitet diesbezüglich bereits mit dem KBA zusammen“, so der Unternehmenssprecher. Das Bundesverkehrsministerium äußerte sich zunächst nicht.

Der „Wirtschaftswoche“ zufolge liegen dem KBA Ergebnisse von Abgastests vor, die Rückschlüsse auf mögliche illegale Systeme zuließen. Diese Tests sollen Auslöser für die Überprüfung des Ford-Modells sein. Ford-Deutschland-Chef Gunnar Herrmann sagte dem Magazin, dass Ford „weder geschummelt noch getrickst“ habe: „Bei der Abgasnachbehandlung unserer Dieselmodelle wurden keine illegalen Abschaltvorrichtungen verwendet.“

Nach dem Skandal um Abschalteinrichtungen von Volkswagen hatte das Verkehrsministerium Prüfungen von vielen Modellen verschiedener Hersteller eingeleitet, die auch nach Veröffentlichung eines Zwischenberichts im vergangenen Jahr fortgesetzt werden. So hat das Ministerium in den vergangenen Monaten auch unzulässige Abgassysteme bei Audi und Porsche ausgemacht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das dürfte den deutschen Medienwald allerdings weniger interessieren, denn deutsche Journalisten prügeln doch am liebsten auf das eigene Land ein.

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