DMG Mori
Maschinenbauer besser unterwegs als erwartet

Maschinen von DMG Mori waren zum Jahresauftakt gefragt wie nie. Weltweit wachsende Märkte lassen die Zahlen zudem auf Rekordwerte steigen. Allerdings will der Konzernchef vorerst an seiner Jahresprognose festhalten.
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DüsseldorfTrotz wirtschaftlicher und politischer Unwägbarkeiten waren Werkzeugmaschinen von DMG Mori zum Jahresauftakt gefragt wie nie. Das stimmt Vorstandschef Christian Thönes zuversichtlicher als noch vor einigen Wochen, als er vor schwierigen Zeiten warnte. Er bekräftigte am Donnerstag zwar seine Prognose für 2017, stellte aber in Aussicht, diese zur Jahresmitte anzuheben. Der 2016 gestartete Konzernumbau zahle sich aus.

„Wenn sich die positive Entwicklung als nachhaltig erweist, dann prüfen wir, ob wir unsere Prognose anheben“, sagte der seit einem Jahr amtierende Firmenchef im Reuters-Interview. „Trotz aller politischer Unsicherheiten wachsen alle Märkte.“ Vor allem in Italien, Frankreich und Spanien liefen die Geschäfte rund, aber auch in China und Indien seien Zuwächse zu verzeichnen. Ebenso gebe es in den USA, wo DMG mit über 1000 Mitarbeitern und einer eigenen Produktion in Kalifornien unterwegs ist, keinen Grund zur Klage. Rückenwind erwartet Thönes auch von der alle zwei Jahre stattfindenden Branchenmesse EMO in Hannover.

Beflügelt vom Auslandsgeschäft erreichte der Auftragseingang im ersten Quartal mit einem Plus von 17 Prozent auf 693,9 Millionen Euro einen Rekordwert. Ebenso markierte der Vorsteuergewinn mit 33 (25,8) Millionen Euro eine Bestmarke. Wegen des Verkaufs des defizitären Batteriegeschäftes lag der Umsatz derweil mit 533,9 (541,4) Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert. Für das Gesamtjahr hatte Thönes Anfang März eine Stagnation bei Auftragseingang und Umsatz auf 2,3 Milliarden und 2,25 Milliarden Euro angekündigt. Der Vorsteuergewinn soll rund 130 (94,1) Millionen erreichen.

Bei dem einst als Gildemeister bekannten Konzern war 2016 eine neue Ära angebrochen: Der japanische Großaktionär DMG Mori Co hatte seinen Anteil auf über 75 Prozent ausgebaut und kann bei den Bielefeldern nun durchregieren. Zudem verließ der langjährige Konzernlenker Rüdiger Kapitza das Unternehmen und Thönes übernahm das Ruder. Er kündigte im Herbst einen Konzernumbau und schlankere Strukturen an. Den Verkauf des defizitären Batteriegeschäftes brachte Thönes im Januar über die Bühne.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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