Dreamliner
Boeing soll Batterie-Problem bald gelöst haben

Bald könnte der Dreamliner wieder starten. Boeing steht offenbar kurz vor einer Lösung des Batterieproblems bei seinem Prestigeflugzeug. Nach einer Pannenserie war den Flugzeugen die Starterlaubnis entzogen worden.
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Neu-DelhiBoeing steht offenbar kurz vor der Lösung seiner Batterie-Probleme beim Prestigeflugzeug Dreamliner. Es sei ein Weg gefunden worden, um die Lithium-Ionen-Batterien weniger anfällig zu machen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. „Die Lücken zwischen den Zellen werden vergrößert.“ Der fehlende Platz sei wohl der Grund für die Überhitzung der Batterien gewesen. Den 50 Dreamlinern, die weltweit in Betrieb sind, war im vergangenen Monat nach einer Pannenserie einschließlich eines Feuers an Bord einer parkenden Maschine die Starterlaubnis entzogen worden. „Wir haben gute Fortschritte gemacht“, versicherte ein Boeing-Sprecher.

Professor Kiyoshi Kanamura von der Tokioter Metropolitan Universität sagte, es wäre eine logische Lösung, wenn Boeing Keramikplatten zwischen den einzelnen Zellen installieren und ein Luftloch in der Batteriebox anbringen würde.

Auch Air India zeigte sich am Mittwoch optimistisch, die 787 Maschinen bald wieder nutzen zu können. "Sie haben gesagt, dass diese Flugzeuge ab Anfang April wieder fliegen. Sie können zwar nicht ganz sicher sein, sind aber zuversichtlich", sagte Air-India-Verwaltungsratschef Rohit Nandan. Air India hat sechs Dreamliner in seiner Flotte und 21 weitere bestellt. Seit Entzug der Starterlaubnis liefert Boeing keine Dreamliner aus. Wenn diese nach Behebung der Probleme wieder erteilt wird, muss Boeing mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Dann werde man sich Gedanken über notwendige Entschädigungen machen, kündigte Nandan an.

Die bisher größten Dreamliner-Kunden sind All Nippon Airways und Japan Airlines. Sie wissen nach eigenen Angaben nichts von dem Versuch, bis April wieder eine Starterlaubnis für die Dreamliner zu erhalten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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