Drittes Quartal
Anlagenbauer Dürr macht wieder Gewinne

Wegen einer anhaltend guten Nachfrage nach Lackieranlagen und Produktionstechnik ist der Anlagenbauer Dürr nach einer langen Durststrecke in die Gewinnzone zurückgekehrt. Im dritten Quartal fiel ein Nettogewinn von 3,4 Millionen Euro an.
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HB STUTTGART. Der Anlagenbauer Dürr ist nach langer Durststrecke in die Gewinnzone zurückgekehrt. Wegen anhaltend guter Nachfrage nach Lackieranlagen und Produktionstechnik stockt Dürr auch seine zusammengeschrumpfte Belegschaft wieder auf. Im dritten Quartal dieses Jahres habe Dürr einen Nachsteuergewinn von 3,4 Mio. Euro verbucht, teilte der Konzern aus Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart am Mittwoch mit.

Vor Jahresfrist hatte die Autokrise den Konzern noch fest im Griff, Dürr hatte damals einen Verlust in Höhe von 7,9 Mio. Euro eingefahren.

Wie viele andere Investitionsgüterhersteller hob auch der vom früheren Deutsche Bahn-Chef Heinz Dürr kontrollierte Anlagenbauer seine Geschäftsprognose an: Zum Jahresende soll der Umsatz neun bis zwölf Prozent höher liegen als im Krisenjahr 2009, in dem Dürr ein Drittel seiner Erlöse eingebüßt hatte. Beim Auftragseingang sei 2010 mit einem Zuwachs um 15 bis 20 Prozent zu rechnen, nach Steuern werde ein kleiner Gewinn anfallen.

"Nach dem Anlagenbaugeschäft haben sich nun auch das Maschinenbaugeschäft und der Service stark erholt", zog Vorstandschef Ralf Dieter eine Bilanz des zurückliegenden Vierteljahres. Der Umsatz kletterte in den Monaten Juli bis September um 17 Prozent auf 336,6 Mio. Euro. Der Auftragseingang wuchs im abgelaufenen Vierteljahr um 7,2 Prozent auf 363,6 Millionen Euro. Vor allem in China laufen die Geschäfte für Dürr gut, das Reich der Mitte ist dank der dort brummenden Konjunktur der größte Einzelmarkt für den vor allem für die Autoindustrie tätigen Anlagenbauer.

Mehr als ein Drittel des Ordereingangs stamme mittlerweile aus China, teilte das Unternehmen mit. Die Belegschaft werde Dürr in der Volksrepublik und anderen wachstumsstarken Schwellenländern wie Brasilien und Indien aufstocken. Auch in Deutschland, wo gut die Hälfte der Belegschaft arbeitet, stelle Dürr wieder "in moderatem Umfang" ein. Zum Ende des dritten Quartals beschäftigte der Konzern weltweit 5825 Menschen.

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