Druckmaschinenhersteller
Koenig & Bauer verschärft Sparkurs

Der Würzburger Maschinenbauer Koenig & Bauer muss sparen. Der zweitgrößte Hersteller von Druckmaschinen plant die Ausweitung von Arbeitszeitkonten und den Abbau von Stellen, um saisonale Schwankungen auszugleichen.
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FrankfurtDer Würzburger Maschinenbauer Koenig & Bauer (KBA) plant einen weiteren Umbau. „Wir verhandeln mit dem Betriebsrat und der IG Metall über eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten“, sagte Vorstandschef Claus Bolza-Schünemann dem Handelsblatt (Dienstagausgabe). Im Gespräch ist etwa eine Ausweitung der Arbeitszeitkonten, um saisonale Schwankungen auszugleichen. „Außerdem planen wir an einigen Stellen auch einen Stellenabbau, der aber gering sein wird“, sagte der Manager. Tiefere Einschnitte seien nicht geplant. Zur Höhe der angepeilten Einsparungen hielt sich Bolza-Schünemann bedeckt.

Die Mitarbeiter des nach Heidelberger Druck weltweit zweitgrößten Herstellers von Druckmaschinen müssen sich damit auf neue Unruhe einstellen. Mit dem weiteren Umbau reagiert der Firmenchef auf die anhaltende Marktschwäche. Seit der Finanzkrise 2008 hat sich der Branchenumsatz auf rund 4,5 Milliarden Euro halbiert. Auch KBA strich in der Krise Tausende von Arbeitsplätzen, derzeit arbeiten noch rund 6000 Menschen für das Unternehmen.

Besonders hart von der Marktschwäche wurde das Geschäft mit Rollendruckmaschinen getroffen, wie sie für die Produktion von Zeitungen benötigt werden. KBA schreibt hier seit vier Jahren Verluste und wird dies nach eigener Aussage auch dieses Jahr tun. Mit den Einschnitten will Bolza-Schünemann die Misere endgültig in den Griff bekommen: „Unsere Planungen sehen für das Jahr 2014 schwarze Zahlen vor, im günstigen Fall könnten wir die schon 2013 erreichen“, sagte er. Dies gelte unter der Voraussetzung eines zumindest stabilen Marktumfelds.

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