Dubiose Anbahnungen
Die sonderbaren U-Boot-Geschäfte von Thyssen-Krupp

PremiumMitarbeiter von Thyssen-Krupp haben beim Verkauf von U-Booten wohl mit dubiosen Mitteln geholfen. Interne Ermittler des Traditionskonzerns prüften – und merkten nichts. Eine Spurensuche vor Ort.

Essen, FrankfurtFür den Verkauf von Untersee-Booten an Staaten ist besonderes Geschick nötig. Man ist halb Diplomat, halb Basarhändler und muss auf jeden Fall dem Geldtransfer unter der Tischplatte widerstehen, im Allgemeinen Bestechung genannt. So gesehen war Ines H. für Thyssen-Krupp die falsche Person – und ihre Einstellung ein Betriebsunfall. Seit Januar 2010 war die Frau bei der Konzerntochter Marine Force International (MFI) dafür zuständig, dass der Verkauf von U-Booten sauber abgewickelt wird.

Unterlagen offenbaren, dass Ines H. sich zwar bemühte, aber nicht verhindern konnte, dass die ominöse Firma MFI, an der auch Ferrostaal beteiligt war, in den vergangenen Jahren...

 
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