Due-Diligence-Prüfung
Novartis interessiert sich für Berna

Der Pharmariese Novartis ist am Impfstoffhersteller Berna Bio interessiert. Eine Due-Diligence-Prüfung soll vorgenommen werden.

HB ZÜRICH. Diese Prüfung, die normalerweise den ersten Schritt einer Übernahme darstellt, bringt Novartis in Konkurrenz zu der kleinen niederländischen Biotechnologiefirma Crucell, die bereits ein Angebot für Berna vorgelegt hat. Doch zu einem echten Bieterwettbewerb wird es angesichts des Grössenunterschiedes und der unterschiedlichen Finanzkraft der Berna-Interessenten wohl kaum kommen.

Novartis will Berna nach Angaben vom Montag im Falle einer Übernahme mit dem amerikanischen Impfstoffhersteller Chiron zusammenlegen. Novartis ist im Begriff, Chiron vollständig zu übernehmen. Ob es tatsächlich zu einer Übernahme-Offerte für Berna komme, sei noch nicht sicher, betonte Novartis. Auf jeden Fall würde es sich um eine Bar-Angebot handeln, erklärte Novartis.

Viel prüfen muss Novartis möglicherweise nicht mehr. Er habe das Berna-Dossier sicher zehn Mal auf dem Tisch gehabt, erklärte Novartis-Konzernchef Daniel Vasella in einem Interview der Zeitung „Finanz und Wirtschaft“ vom Samstag. In der Mitteilung vom Montag schilderte Novartis ausführlich die geographische und produktmässige Komplementarität von Berna und Chiron. Berna verfügt nach Angaben von Analysten über ein interessantes Portfolio von Impfstoffen gegen Hepatitis A und B, Grippemitteln und einige Wirkstoffe im Entwicklungsstadium.

Die niederländische Crucell, die bereits ein vom Berna-Verwaltungsrat unterstütztes Angebot vorlegt hat, will die Berna-Aktionäre mit eigenen Aktien abfinden. Es soll 0,447 Crucell-Aktien für einen Berna-Titel geben, was beim gegenwärtigen Aktienkurs knapp 15 sfr je Berna-Aktie entsprechen würde. Bis Montagnachmittag stiegen die Crucell-Aktien an der Amsterdamer Börse um knapp Prozent auf 21,35 Euro.

Letzten Spekulationen zufolge könnte Novartis bis etwa 16 sfr je Berna-Aktie auf den Tisch legen. Berna stiegen an der Börse um fast zwölf Prozent auf 15,20 sfr und erreichte damit einen Kurs, der zuletzt im Februar 2004 verzeichnet wurde.

Allerdings sollten sich Anleger nicht zu grosse Hoffnungen machen. Auch bei Novartis weiss man, dass eine Bar-Offerte attraktiver ist als Aktien und ein Diskont in Ansatz gebracht werden kann. Eine Offerte, wenn Novartis denn eine mache, werde diesen Sachverhalt berücksichtigen, so Novartis-Sprecher John Gilardi.

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