Düsseldorfer Konsumgüterkonzern macht nach dem Zukauf künftig fast ein Viertel seines Umsatzes in Nordamerika
Henkel will Dial eigenständig lassen

Der Weg für die Übernahme des US-Konsumgüterherstellers Dial durch den Düsseldorfer Henkel-Konzern ist frei. Nachdem die Dial-Aktionäre am Mittwochabend in Arizona mehrheitlich ihre Zustimmung zum Erwerb des Unternehmens gegeben haben, soll die Transaktion nun bis zum 29. Mai abgeschlossen sein.

FRANKFURT/M. Henkel wird damit erstmals eine maßgebliche Position auf dem nordamerikanischen Markt erreichen. Die zuständigen Kartellbehörden hatten die Übernahme bereits genehmigt.

Rund 2,9 Mrd. $ zahlt Henkel für den Erwerb der Dial Corporation, die vor allem in den Bereichen Waschmittel und Körperpflege tätig ist. Größere Kosten für die Integration kommen nach den Worten von Ulrich Lehner, Vorsitzender der Geschäftsführung von Henkel, nicht auf den Konzern (Persil, Pritt) zu: „Die Dial-Corporation wird zunächst als eigenständiges Unternehmen unter Führung des jetzigen CEO Herb Baum in der Henkel-Gruppe geführt. Die Kosten bleiben daher gering“, sagte er dem Handelsblatt.

Größtes Geschäftsfeld von Dial ist der Bereich Waschmittel mit der Marke Purex, im US-Markt aktuell die Nummer zwei hinter Procter & Gambles Tide. Dial bietet zudem Seifen, Duschgel und Lufterfrischer an und erzielt knapp 200 Mill. $ Umsatz mit Lebensmitteln. Die Frage, ob Henkel den Food-Bereich der US-Tochter verkaufen wird, weil er nicht zum Kerngeschäft der Düsseldorfer gehört, ist Lehner zufolge noch nicht entschieden. „Das werden wir in aller Ruhe klären.“ Auch die Finanzierung des Deals – Henkel zahlt in bar – steht noch nicht detailliert fest. Darüber, ob Henkel einen Teil der Kaufsumme durch den Verkauf von Anteilen der US-Beteiligungen Clorox und Ecolab refinanziert, „wurde noch keine endgültige Entscheidung getroffen“, sagte Lehner.

Wie sich der Dial-Erwerb auf das laufende Geschäftsjahr bei Henkel auswirkt, will Lehner erst im Mai mit den Zahlen für das erste Quartal bekannt geben. Das Nordamerika-Geschäft soll inklusive Dial rund 23 % zum Umsatz beisteuern (2003: 12 %) und damit mehr als der Heimatmarkt Deutschland (21 %). Dial hatte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,34 Mrd. $ und einen operativen Gewinn von 241,2 Mill. $ erzielt.

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