Dufthersteller
Symrise schwimmt im Geld

Die Nummer vier der Aromaproduzenten sieht sich für Übernahmen gut gerüstet. 500 Millionen Euro seien laut Konzernchef Heinz-Jürgen Bertram kein Problem. Mit gesunder Ernährung soll der Umsatz noch gesteigert werden.
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FrankfurtDer Duft- und Aromenhersteller Symrise hält sich finanziell stark genug für Übernahmen. Dabei drängt der weltweite Branchenvierte vor allem in angrenzende Geschäftsfelder, wie Konzernchef Heinz-Jürgen Bertram der „Börsen-Zeitung“ (Donnerstagausgabe) sagte. „500 Millionen Euro zu finanzieren ist überhaupt kein Problem“, sagte der Manager. Das Unternehmen habe eine Eigenkapitalquote von über 45 Prozent. Banken stünden Schlange, um Symrise mit frischem Kapital zu versorgen.

„Wir müssen uns aus dem reinen Aromengeschäft hinausbewegen und in benachbarte Wachstumskanäle gehen.“ Expansionschancen sieht Bertram unter anderem bei gesunder Ernährung. Als Beispiel nannte Bertram Lebertran. „Lebertran ist furchtbar gesund, schmeckt aber schrecklich. Daher fragen wir uns, wie man gesunde Ernährung konstruktiv begleiten kann“, sagte der Manager, der seit Sommer 2009 bei Symrise im Chefsessel sitzt.

Symrise hatte zuletzt unter anderem Anteile an der schwedischen Firma Probi erworben, die probiotische Substanzen für Joghurts und Getränke für Kunden wie Danone herstellt. Zudem beteiligte sich der Konzern an der Firma Indevex Biotech, die proteinreiche Suppen für Menschen mit Ernährungsdefiziten produziert.

Betram bekräftigte zudem das Renditeziel von 20 Prozent, das er als ehrgeizig bezeichnete. So habe Symrise durch den Hurrikan Sandy einen Schaden in einstelliger Millionenhöhe erlitten. „Das macht sich bemerkbar. Dennoch bleiben wir bei unserem Margenziel“, sagte Bertram. Der Konzern hatte für 2012 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum zwischen drei und fünf Prozent angepeilt. Dabei soll das Geschäft eine stabile operative Rendite von rund 20 Prozent abwerfen. Seine Bilanz für 2012 will Symrise im März vorlegen.

Symrise produziert rund 30.000 Riech- und Geschmacksstoffe. Der Konzern aus dem niedersächsischen Holzminden ist nach den beiden Schweizer Firmen Givaudan und Firmenich sowie IFF aus den USA die weltweite Nummer vier unter den Duft- und Aromenproduzenten.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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