Effizienz-Programm
BASF schließt Anlagen

Ein neues Effizienz-Programm soll die starke Ertragsentwicklung der BASF sichern. Eine Anlage in China will der Konzern in diesem Zuge nur acht Monate nach der offiziellen Eröffnung wieder einmotten. Seine Prognose für einen steigenden Betriebsgewinn im Jahr 2006 hat BASF-Chef Jürgen Hambrecht aber bekräftigt.

FRANKFURT. Die BASF startet ein weiteres Programm zur Kostensenkung, um ihre hohe Ertragskraft über 2007 hinaus zu sichern. Zu diesem Zweck will der Chemieriese 1000 Arbeitsplätze aufgeben und mehrere Anlagen stilllegen, darunter ein Polystyrol-Werk in Spanien und ein gerade erst ein Jahr altes Werk für Faservorprodukte in China. Ziel sind jährliche Einsparungen von 300 Mill. Euro.

Das zusätzliche „Effizienzsteigerungs-Programm“ war die wichtigste Neuigkeit, mit denen der Ludwigshafener Konzern gestern seine insgesamt soliden Quartalszahlen garnierte. Die neuen Sparmaßnahmen erfolgen unabhängig von den Synergien, die BASF aus den Zukäufen Degussa Bauchemie, Engelhard und Johnson Polymer erwartet. Deren Integration soll weitere 290 Mill. Euro an Kostensenkung bringen und mit dem Abbau von ebenfalls 1000 Stellen einhergehen, vorwiegend bei Engelhard in Nordamerika.

Bereits in den vergangenen drei Jahren hat der Konzern umfangreiche Strukturmaßnahmen in Nordamerika und im Stammwerk Ludwigshafen bewältigt. Gravierendster Einschnitt ist die Stilllegung eines Werks für das Faser-Vorprodukt THF in Caojing/China, das erst im März offiziell in Betrieb genommen wurde. Die BASF begründet diese Pläne mit unerwartet hohen Rohstoffkosten und drohenden Überkapazitäten für THF. Alleine dieser Schritt ist mit Sonderabschreibungen von 200 Mill. Euro verbunden. Insgesamt rechnet der Konzern für 2005 mit einmaligen Belastungen von rund 500 Mill. Euro für die Sparmaßnahmen, wovon bisher 300 Mill. Euro verbucht wurden.

Mit ihren neuen Plänen befindet sich die BASF allerdings insofern in guter Gesellschaft, als auch der US-Konkurrent Dow vor wenigen Wochen eine Reihe von Werks-Schließungen in den USA bekannt gab. Die Chemiekonzerne nutzen derzeit ihre hohen Margen, um das Geschäft wetterfester für eine mögliche Abkühlung der Konjunktur zu machen.

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