"Ein deutsches Flugzeug"
Endmontage und Auslieferung der Do728 in Deutschland

Der chinesische Käufer des Fairchild Dornier-Projekts 728, D'Long, will einem Zeitungsbericht zufolge Auslieferung und Endmontage des rund 70-sitzigen Regionaljets in Oberpaffenhofen belassen.

Reuters MÜNCHEN. „Die Maschine wird ein deutsches Flugzeug sein“, sagte Jonathan Chu, Europa-Chef des chinesischen Mischkonzerns, der „Financial Times Deutschland“ (Freitagausgabe). Um die Herstellungskosten zu drücken, sollten aber Teile der Flugzeugzelle in China gefertigt werden. „Wir werden ein erstklassiges Produkt zu einem wettbewerbsfähigen Preis anbieten“, ergänzte Chu. Derzeit arbeiteten zehn ehemalige Fairchild Dornier-Ingenieure für die neue D'Long Aerospace. Bis zum Serienstart sei „eine dreistellige Mitarbeiterzahl denkbar“. D'Long war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Der früher weltweit drittgrößte Regionalflugzeugbauer Fairchild Dornier hatte im April 2002 Insolvenzantrag gestellt. Über Monate hatte Insolvenzverwalter Eberhard Braun versucht, den Konzern als Ganzes zu verkaufen. Konkurrenten wie die EADS, Bombardier oder Alenia hatten aber abgewunken. Kurz vor Weihnachten war der seit Jahren Verluste schreibende Traditionskonzern, dessen Ursprünge bis in die 20er Jahre zurückgehen, dann zerschlagen worden.

Der Flugzeugbauer hatte sich vor allem mit der Entwicklung der Flugzeugfamilie 728/928 überhoben. Das Projekt, von dem bislang nur ein Prototyp fliegt, benötigt Branchenkennern zufolge noch 600 bis 900 Millionen US-Dollar für die Fertigentwicklung. Die bereits fertige 32-sitzige 328-Baureihe wird mittlerweile von dem US-Investor AvCraft fortgeführt.

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