Ein Fünftel des Umsatzes machen Laser aus
Zeiss Meditec will in den TecDax

Der Augenheilkundespezialist Carl Zeiss Meditec hat seinen Gewinn nahezu verdoppelt und peilt die Aufnahme in den Technologiewerte-Index der Frankfurter Börse an.

HB JENA. Im abgelaufenen Geschäftsjahr (30. September) stieg der Konzernüberschuss von 6,6 Millionen auf 12,6 Millionen Euro, teilte der Vorstand am Mittwoch mit. Der Umsatz des Jenaer Unternehmens lag, beeinflusst durch die Dollarschwäche, mit 234,9 Millionen Euro etwa auf dem Vorjahresniveau von 235,7 Millionen Euro. „Das ist ein sehr gutes Ergebnis, zumal wir rund drei Viertel unserer Umsätze in Amerika und Asien erzielen“, kommentierte Firmenchef Ulrich Krauss die Bilanz. Ziel bleibe, in den TecDax zu kommen, sagte Vorstandssprecher Ulrich Krauss.

Zeiss Meditec ist nach eigenen Angaben der international größte Anbieter von Geräten für Augenärzte. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet Krauss mit einem Umsatzwachstum von 20 Prozent. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) habe sich auf 26,3 (24,7) Millionen Euro erhöht. Die Ebit-Marge verbesserte sich auf auf 11,2 (10,5) Prozent. Das Ebit soll sich „in Richtung 30 Millionen Euro bewegen“.

Das Jenaer Unternehmen stellt Geräte und Systeme zur Diagnose und Behandlung von Augenkrankheiten her. Fast ein Fünftel des Umsatzes wird mit Lasern erwirtschaftet. Rund drei Viertel der Erlöse kommen aus dem Auslandsgeschäft. Wichtigster Markt sind die USA. Die Aktie legte nach Vorlage der Jahresbilanz um 5,2 Prozent auf 13,15 Euro zu. Hauptaktionär ist mit 72 Prozent der Elektronik- und Optikkonzern Carl Zeiss (Oberkochen).

Carl Zeiss hatte wegen des schwachen Dollar im Jahresverlauf seine Umsatzprognose zurücknehmen müssen. Zunächst war die Tochter des Optoelektronik-Konzerns Carl Zeiss von einem leichten Umsatzanstieg ausgegangen.

Ausblickend hieß es, das Unternehmen werde nicht nur beim Umsatz wachsen, sondern auch seine Profitabilität verbessern. Ziel sei es, die Erlöse des Geschäftsjahres 2002/2003 bis zum Geschäftsjahr 2007/2008 zu verdoppeln. Bis dahin soll eine Ebit-Marge von rund 15 Prozent erzielt werden. Dabei sind auch Zukäufe nicht ausgeschlossen. Der Bestand an liquiden Mitteln nahm im abgelaufenen Geschäftsjahr um 35,1 Prozent auf 77,1 Millionen Euro zu. „Ausgehend von dieser Basis können wir unser organisches Wachstum künftig auch durch Zukäufe ergänzen“, sagte Krauss.

Carl Zeiss Meditec beschäftigte Ende September dieses Jahres weltweit 796 Menschen. Im Vorjahr waren es noch 752 gewesen.

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