Einsparungen in Höhe von 300 Millionen Euro angestrebt
P&G übernimmt Großteil des Wella-Einkaufs

Der Darmstädter Haarpflege-Spezialist Wella und der US-Mutterkonzern Procter & Gamble (P&G) wollen ihre Einkaufsorganisation in Europa zu einem großen Teil zusammenlegen. Dadurch sollen bis zu 300 Millionen Euro eingespart werden, so P&G.

HB DARMSTADT. Die Kooperationsvereinbarung gilt zunächst für fünf Jahre, wie Wella am Freitag mitteilte. Demnach baut der US-Konsumgüterhersteller eine aus Mitarbeitern beider Unternehmen bestehende globale Einkaufsorganisation auf. Über diese soll Wella vom 1. Juli an einen Großteil der benötigten Rohstoffe, Verpackungsmaterialien und Dienstleistungen beziehen.

Die neue Organisation übernimmt Einkaufsaktivitäten der Wella AG am Firmensitz in Darmstadt sowie der Kölner Tochter Cosmopolitan Cosmetics. Fast allen 70 betroffenen Mitarbeitern soll eine Weiterbeschäftigung bei P&G oder bei Wella angeboten werden, wie Wella mitteilte. Ausgenommen von dem Abkommen sei der Einkauf von Grundstoffen und Materialien, die mit dem Kerngeschäft von Wella zusammenhängen. In diesen Bereichen bleibe der Einkauf bei dem Darmstädter Traditionsunternehmen.

Ende April hatte P&G mit Wella einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Dabei bot der US-Konzern den außen stehenden Wella-Vorzugsaktionären nach monatelangen Auseinandersetzungen eine aufgestockte Barabfindung von 72,86 € an. Der durch Produkte wie Pampers-Windeln bekannte Konsumgüterriese hatte Wella 2003 aufgekauft, dabei aber nicht die notwendige Schwelle von 95 % für das Hinausdrängen der Minderheitsaktionäre (Squeeze Out) erreicht.

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