Einstieg bei Cumerio
Kovats gibt den Kupferbaron

Der österreichische Industrielle Mirko Kovats will mit seiner A-Tec Industries bei der Konsolidierung in der Kupferbranche mitmischen. Als Großaktionär der Norddeutschen Affinerie wünscht er zudem mehr Mitsprache – die er ziemlich selbstbewusst einfordert.

HB WIEN. Den am Mittwochabend bekannt gegebenen Einstieg bei der belgischen Kupferschmiede Cumerio in Höhe von fünf Prozent sieht der Gründer und Hauptaktionär des Mischkonzerns als langfristiges strategisches Investment. „In der Branche gibt es Konsolidierungen und wir wollen als aktiver Teilnehmer daran teilnehmen, daher sind wir mit fünf Prozent bei Cumerio eingestiegen. Ich sehe das als langfristiges strategisches Investment“, sagte Kovats am Donnerstag in einem Telefoninterview mit Reuters.

Die 4,99 Prozent an Cumerio habe die A-Tec über den Markt gekauft, sagte Kovats. Angaben zum Kaufpreis wollte er nicht machen. „Das läuft über Broker“, sagte der A-Tec-Chef. Die A-Tec hat den Markt damit bereits zum zweiten Mal überrascht. Bereits der zehnprozentige Einstieg bei Europas größter Kupferhütte, der Norddeutschen Affinerie (NA), in der Vorwoche sorgte für Aufsehen. Im Markt heißt es, dass das Aktienpaket an der NA, die der weltweit größte Kupferrecycler ist, mehr als 100 Mill. Euro wert sei.

Die NA hat wiederum zu Wochenbeginn bekannt gegeben, den belgischen Konkurrenten Cumerio übernehmen zu wollen und bietet 30 Euro je Aktie. Die Deutschen würden sich die Übernahme damit 777 Mill. Euro kosten lassen. Durch die Fusion der NA mit Cumerio, der weltweiten Nummer 13 in der Produktion von Kupferkathoden, würde der drittgrößte Anbieter auf diesem Feld entstehen. Analysten gehen davon aus, dass Kovats seine Beteiligung als Druckmittel einsetzen will, um ein größeres Mitspracherecht zu haben. „Wir sind bei der Norddeutschen Affinerie Großaktionär und ich wünsche gehört zu werden“, betonte Kovats. „Dass wir uns querlegen wollen, das sind alles nur emotionale Äußerungen, die ich nicht kommentieren will“, so Kovats. Der von der NA angestrebte Squeeze-Out kann aber nun laut Kovats nicht erfolgen. „Squeeze-Out wird es keinen geben. Das ist so, dazu braucht man 95 Prozent“, sagte der A-Tec-Chef.

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