Elektrokonzern
Philips halbiert seinen Gewinn

Philips hat im vierten Quartal rund die Hälfte seines Gewinns eingebüßt. Der Elektrokonzern verdiente rund 500 Millionen Euro. Die Entwicklung in Europa gebe aber Anlass zur Sorge.
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AmsterdamDer niederländische Elektrokonzern Philips hat seinen Gewinn im vierten Quartal etwa halbiert und blickt vorsichtig ins Jahr 2012. Grund für den schwachen Ausblick sei vor allem die weltweite Konjunkturschwäche, teilte Philips am Montagmorgen vor Börsenbeginn mit. Vor allem die Entwicklung in Europa gebe Anlass zur Sorge. Zudem hätten Verschiebungen bei Lieferungen in der Gesundheitstechnik und ein Lagerabbau im Lichtgeschäft auf dem Quartal gelastet, sagte Vorstandschef Frans van Houten.

Philips hatte bereits am 10. Januar ein schwaches Quartal in Aussicht gestellt. Für das Schlussquartal 2011 wiesen die Niederländer nun einen Betriebsgewinn (Ebita) von 503 Millionen Euro aus nach 913 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz lag bei 6,7 Milliarden Euro.

Damit traf der Konzern die eigene Prognose sehr präzise. Vor drei Monaten hatte CEO Frans van Houten mit einem operativen Ergebnis (Ebita) von etwa 500 Millionen Euro gesprochen.

Trotz so mancher Probleme will Philips an seinen Mittelfristzielen dennoch festhalten. Demnach rechnet Konzernchef van Houten bis zum Jahr 2013 weiterhin mit einem jährlichen Umsatzwachstum von vier bis sechs Prozent und einer Ebita-Marge zwischen zehn und zwölf Prozent.

Dass diese Ziele nicht von heute auf morgen zu erreichen sind, hatte der Philips-Chef im Herbst angedeutet. Denn bereits im zweiten und dritten Quartal 2011 hatte der Konzern schwache Zahlen präsentiert. Deshalb hatte van Houten eine umfassende Restrukturierung angestoßen. Das laufende Kostensenkungsprogramm umfasst Einsparungen in Höhe von 800 Millionen Euro und sieht den Abbau von 4500 Arbeitsplätzen vor.

Zuletzt schien es, als komme Philips beim Konzernumbau gut voran - vor allem seit die Verträge mit TPV Technology zur Bildung des Gemeinschaftsunternehmens im Fernsehgeschäft in trockenen Tüchern sind. Die schwache Konjunktur bremst van Houten nun aber aus.

Besonders deutlich wirkte sich das im abgelaufenen vierten Quartal in der Medizintechniksparte aus, in der Philips traditionell die höchsten Gewinnmargen erzielt. Mit dem Geschäftsverlauf in den USA ist Philips zwar nach wie vor zufrieden. Die Verkäufe in Europa seien aber so schwach gewesen, dass die Sparte nur noch mit einem leichten Umsatzwachstum rechnet.

Auch in der Lichttechnik verdunkelt sich das Bild. Im Konsumentengeschäft war die Preisgestaltung in den europäischen Märkten schwierig. Seit dem Weggang von Spartenchef Rudy Provoost muss sich van Houten selbst um die Beleuchtungsthemen kümmern. Anfang der Woche benannte er aber mit Pierre Yves Lesaicherre einen Experten aus dem Silicon Valley zum neuen Chef der Philips-Tochter Lumileds. Damit holt er sich Unterstützung für das Geschäft mit Leuchtdioden (LED), in dem die Konkurrenz stark wächst. Einen leichten Aufwärtstrend sah van Houten im vierten Quartal in der Konsumgütersparte, die Produkte wie Rasierapparate und Kaffeemaschinen vertreibt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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