Elektronik
Verschlankung soll Philips profitabler machen

Der niederländische Elektronikkonzern Philips will seinen Betriebsgewinn in den kommenden drei Jahren mittels Einsparungen mehr als verdoppeln. Im Zuge des Umbaus und der geplanten Reduzierung von vier auf drei Sparten sollen Kosten in Höhe von 150 bis 200 Millionen Euro wegfallen.

HB EINDHOVEN. Konzernchef Gerard Kleisterlee kündigte am Montag zudem an, in den nächsten Jahren abhängig von den Kosten für mögliche Zukäufe Milliardenbeträge an die Aktionäre auszuschütten. Das erfreute die Investoren: Die Aktien legten in Amsterdam um knapp vier Prozent zu.

Philips konzentriert sich nach dem Verkauf seiner Mehrheit an der Halbleitersparte NXP und dem LCD-Bildschirmhersteller LG Philips LCD sowie des Anteils an der taiwanischen Chipfirma TSMC auf rentablere und stabilere Geschäftszweige. Die neuen Sparten heißen Gesundheitspflege, Beleuchtung und Verbraucher-Lifestyle. Wie viele Stellen der Umstrukturierung zum Opfer fallen, wurde nicht mitgeteilt. Kleisterlee betonte aber, es gehe nur um eine „Handvoll an Leuten“. Entlassungen werde es nicht geben.

Konkret kündigte Philips bis 2010 eine Verdopplung des Gewinns je Aktie vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen an. In diesem Jahr erwarten Analysten im Schnitt 1,68 Euro. Kleisterlee kündigte auch an, das Tempo der Zukäufe beschleunigen zu wollen und zwar in allen drei Sparten. In den vergangenen beiden Jahren gab Philips 4,7 Milliarden Euro für Akquisitionen aus. Konkrete Übernahmeziele nannte der Konzernchef aber nicht.

Zukäufe und auch der Firmenumbau sollen Philips zufolge bis 2010 zu einer operativen Umsatzrendite von mehr als zehn Prozent führen. Für das laufende Jahr werde weiter mehr als 7,5 Prozent angepeilt. Analysten begrüßten die ehrgeizigen Pläne. „Wir denken, dass Philips es ernst meint mit den Wachstumszielen“, sagte Eric de Graaf von Petercam.

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