Emissionsangebot gestrichen
Teck Cominco gibt im Kampf um Inco auf

Der weltgrößte Zinkproduzent Teck Cominco hat seine milliardenschwere Emissionsofferte für eigene Aktien sowie sein höheres Übernahmeangebot für den kanadischen Nickelhersteller Inco zurückgezogen. Das Bergbauunternehmen will nun nach anderen Wegen für eine Expansion suchen.

HB VANCOUVER. Das eigene Gebot sei zwar von zahlreichen institutionellen Investoren unterstützt worden, es habe jedoch nicht zu wirtschaftlich vernünftigen Bedingungen abgeschlossen werden können, teilte Teck Cominco am Mittwoch mit. Das eigene Gebot laufe deshalb aus und werde auch nicht aufgebessert.

Teck hatte am Dienstag noch eine große Emission von eigenen nachgeordneten stimmberechtigten Aktien der Klasse B in Höhe von 5,725 Mrd. Kanadische Dollar angekündigt. Damit wollte Teck den Inco-Kauf teilweise bezahlen. Die Inco-Offerte sollte dabei auf 89 Dollar je Aktie Inco erhöht werden, wovon 71,20 Dollar in bar und der Rest in Form der neuen Aktien der Klasse B gezahlt werden sollten. Das wären rund 20 Mrd. Kanadische Dollar gewesen. Das vorherige Angebot von Teck von 82,50 Dollar in bar und in Form von Teck-Aktien läuft am Mittwoch um Mitternacht aus. Teck wolle sich jetzt anderen Wachstumsmöglichkeiten durch Stärkung der eigenen Vermögenswerte und durch Akquisitionen zuwenden, betonte der Konzernchef.

Damit haben sich die Chancen für den brasilianischen Metallriesen Companhia Vale do Rio Doce (CVRD) und für den amerikanischen Kupferproduzenten Phelps Dodge stark verbessert. CVRD hatte 86 Dollar je Inco-Aktie in bar oder rund 19,4 Mrd. kanadische Dollar geboten. Phelps Dodge hatte eigene Aktien und Bargeld für mit einem derzeitigen Angebotswert von 89,67 Dollar je Inco-Aktie offeriert, aber mit einem viel geringeren Bargeldanteil als die brasilianische Gesellschaft.

Die hohen Metallpreise haben in diesem Jahr zu einer starken Konsolidierung der Metallbranche geführt. Die schweizerische Metallfirma Xstrata hat gerade das Rennen um die kanadische Metallfirma Falconbridge gewonnen, um die sich auch Inco und Phelps Dodge bemüht hatten. Diese drei Gesellschaften hatten einen freundlichen Dreierverbund angestrebt.

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