Energiewende
Atom-Klagen der Konzerne könnten AKW-Rückbau verzögern

Weil die Energiekonzerne auf Schadenersatz klagen, könnte der Rückbau von stillgelegten Kernkraftwerken in Deutschland ins Stocken geraten. Eon kündigt an, den Rückbau erst nach einer Gerichtsentscheidung durchzuführen.

BerlinDer Rückbau von stillgelegten Atomkraftwerken in Deutschland könnte wegen der Schadensersatzforderungen der Energiekonzerne zu einer Hängepartie werden. Der größte deutsche Energiekonzern Eon will den Rückbau seiner stillgelegten Anlagen Unterweser (Niedersachsen) und Isar 1 (Bayern) auch vom Ausgang der Verfassungsklage abhängig machen, die wegen der von der Regierung verfügten Zwangsabschaltung eingereicht wurde. „Um unsere Rechtsposition in diesem Verfahren zu wahren, können endgültige Rückbauarbeiten erst nach einer gerichtlichen Entscheidung erfolgen“, sagte ein Eon-Sprecher.

In Energiekreisen hieß es, die Haltung bedeute nicht, dass auf ein Wiederanfahren der Anlagen gehofft werde. Experten betonten, dass bei einem raschen, kompletten Rückbau der Meiler die eigene...

 
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