Entlastung der VW-Manager
Die zerstrittenen Aufseher

PremiumKrach im Kontrollgremium von VW: Das Land Niedersachsen verweigert den Familien Porsche und Piëch erstmals die Gefolgschaft. Und auch bei Großaktionär Katar wächst der Unmut über den Umgang mit dem Dieselskandal.

Hannover, FrankfurtDie Hauptversammlung von Volkswagen hat einen Bruch unter den großen Anteilseignern offenbart. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat erstmals offen die gemeinsame Linie mit den Familien Porsche und Piëch verlassen, die mit ihrer Mehrheit von gut 52 Prozent die Geschicke des Dieselskandal-Konzerns maßgeblich bestimmen. Das Land Niedersachsen lehnte die Entlastung des Ex-Vorstandschefs Martin Winterkorn und von VW-Markenvorstand Herbert Diess ab.

Niedersachsen votierte zwar nicht dagegen, enthielt sich bei der Abstimmung am späten Mittwochabend allerdings. Bisher galt Einstimmigkeit unter den großen VW-Aktionären als eine Art Unternehmensgepflogenheit.

Nach dem Ausscheren der Niedersachsen, die mit 20 Prozent zweitgrößter Aktionär von VW...

 
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