Entscheidung revidiert
Audi will Elektrosportwagen bauen

Der Elektroflitzer R8-Etron soll wahrscheinlich doch auf den Markt kommen. Damit vollzieht Audi eine Kehrtwende. Die VW-Tochter hat an der Reichweite gearbeitet und reagiert auf die Erfolge von BMW und Tesla.
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MünchenDie VW-Tochter Audi steht kurz vor der Entscheidung, den Elektrosportwagen „R8-Etron“ auf den Markt zu bringen. Das erklärte Audi-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg im Interview mit dem Handelsblatt. „Die Chancen stehen nicht schlecht“, sagte Hackenberg. Die Entscheidung zum Bau des Autos soll „bis Ende des Jahres“ fallen so der Topmanager.

Hackenberg ist seit Juli Technikvorstand bei Audi und für sämtliche technische Entwicklungen im VW-Konzern zuständig. Sein Vorgänger Wolfgang Dürheimer hatte den Elektrosportwagen „R8-Etron“ Ende 2012 gestoppt. Der 381 PS starke Sportwagen hatte aus Sicht von Audi nicht genügend Reichweite.

„Wir haben wichtige Erkenntnisse gewonnen, die Reichweite deutlich zu steigern“, sagte Hackenberg dem Handelsblatt. „Wir meinen, dass ein Sportwagen mit reinem E-Antrieb eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern haben sollte“.

Mit dem Strategiewechsel reagiert Audi auf die Markterfolge des kalifornischen Elektropioniers Tesla, das seine Limousine Model „S“ seit August auch in Deutschland verkauft. Der Audi-Rivale BMW hat seit November den voll elektrischen „i3“ auf den Markt und wird Anfang 2014 den Sportwagen „i8“ nachschieben. Audi setzt bislang vor allem auf die Hybridtechnologie, die Elektro- und Verbrennungsmotor kombiniert.

Das Handelsblatt-Dossier zum Thema finden Sie in unserem Kaufhaus der Weltwirtschaft unter www.kaufhaus.handelsblatt.com.

Kommentare zu " Entscheidung revidiert: Audi will Elektrosportwagen bauen"

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  • Bin ganz ihrer Meinung.

    Übrigens war Fukushima vermeidbar, aus Kostengründen haben die Japaner (Tepco) damals an die hoch gefährdete Ostküste (Tsunami) gebaut, wegen des billigen Kühlwassers am Meer. Der sichere Standort an der Westküste war ihnen wegen der längeren Leitungen zu teuer....

  • Das ist richtig.

    Was bisher noch gar nicht diskutiert wird, ist das Recycling der nach ca. 3 bis 4 Jahren verschlissenen LiIon-Akkus (gleiche Problematik wie bei Laptop-Akkus).

    E-Autos gab es bereits massenhaft um 1890 bis 1910 als Taxis in Manhattan. Auch damals war das Batterie-Problem Auslöser für deren Verschwinden....

  • Das war schon lange überfällig. Prima, dass Audi endlich mit dem reinen Elektroautos nachzieht! Wer glaubt noch lange mit herkömmlichen Fahrzeugen auf dem Markt zu punkten hat verschlafen. Alternative Energien bei der Stromgewinnung, bei dem Einsatz in der Produktion (siehe BMW Werk Leipzig) und letztlich auch als Energiequelle für das Fahrzeug selbst sind Zukunft und auch für mich als Nicht-Öko erstrebenswert. Weiter so! Kinderkrankheiten beheben, neben der relativ geringen Reichweite auch die Entsorgung,den Preis und die Speicherung verbessern und mit Vollgas in die Zukunft. Besser als Fracking!

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