Eon
Verkauf der Abfallsparte verzögert sich

Eon hat erneut die Frist für die Abgabe bindender Gebote für die Abfallsparte verlängert. Dem Konzern fällt es schwer, das gesamte Paket zu veräußern. Fraglich ist, ob der zu erwartende Erlös noch zu realisieren ist.
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DüsseldorfDer größte deutsche Energieversorger Eon kommt beim Verkauf seiner Abfallsparte mit Müllverbrennungsanlagen offenbar nicht so schnell voran wie erhofft. Der Termin für die Abgabe bindender Gebote für die Sparte „Energy from Waste“ sei ein weiteres Mal verlängert worden, sagte am Mittwoch eine mit der Situation vertraute Person und bestätigte damit entsprechende Medienberichte.

Das Unternehmen wollte die Informationen nicht kommentieren. Ein Sprecher sagte lediglich, Eon stehe beim Verkauf der Sparte zeitlich nicht unter Druck.

Die Frist soll sich den Informationen aus Branchenkreisen zufolge nach einer schon erfolgten Verlängerung auf den 8. Juni nun noch einmal um weitere etwa 14 Tage nach hinten verschieben. Über den angestrebten Verkaufspreis gibt es keine offiziellen Informationen.

Branchenkreisen zufolge liegt der Wert des Geschäftsbereichs bei etwa einer Milliarde Euro. In früheren Berichten war von bis zu zwei Milliarden Euro die Rede gewesen. Doch angesichts der neuerlichen Verzögerung sahen es Aktienhändler in Frankfurt als fraglich an, ob überhaupt ein Erlös von bis zu einer Milliarde noch realistisch ist.

Ein Insider sagte, es sei allem Anschein nach sehr schwer, das gesamte Paket zu veräußern. Zum Portfolio der Sparte gehören 18 Müllverbrennungsanlagen. Das Einsammeln, Sortieren und Transportieren von Müll ist nicht Teil des Geschäfts. Die Gruppe beschäftigte im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben 1345 Mitarbeiter und fuhr einen Umsatz von 544 Millionen Euro ein.

Eon trennt sich derzeit im großen Stil von Unternehmensteilen, um den Schuldenabbau voranzutreiben. Zuletzt hatte der Konzern im Mai sein Ferngasnetz „Open Grid Europe“ für 3,2 Milliarden Euro an eine Gruppe von Finanzinvestoren losgeschlagen. Auch mehrere Regionaltöchter sollen verkauft werden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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