Erhöhtes Angebot abgelehnt
Engelhard stellt sich gegenüber BASF stur

Der US-Katalysatorenanbieter Engelhard hat auch das erhöhte Übernahmeangebot des deutschen Chemiekonzerns BASF als „unzureichend“ abgelehnt. Die Ludwigshafener hatten ihre Offerte von 37 auf 38 Dollar je Aktie erhöht. Doch das Spiel ist noch nicht vorbei.

HB ISELIN. Das Unternehmen riet seinen Aktionären am Montag, ihre Aktien nicht anzubieten. Der Engelhard-Verwaltungsrat hatte bereits am 25. April vorgreifend eine Offerte von 38 Dollar als unzureichend zurückgewiesen. Sie sei nicht im besten Interesse der Aktionäre. Das Angebot spiegele nicht den gegenwärtigen Wert und die zukünftigen Wachstumsaussichten des Unternehmens wider. Die Engelhard-Aktien kosteten zuletzt 38,26 Dollar.

BASF hatte auch die Frist zur Annahme des Übernahmeangebots bis 5. Juni verlängert. Der deutsche Konzern sei davon überzeugt, dass das Angebot den Anteilseignern mehr Wert und ein höheres Maß an Sicherheit biete als die von Engelhard beabsichtigte hohe Verschuldung zum Rückkauf von 20 Prozent der Aktien, sagte BASF-Chef Jürgen Hambrecht.

Der Ludwigshafener Konzern wird zudem insgesamt fünf Kandidaten zur Wahl in den Verwaltungsrat (Board of Directors) der Engelhard Corporation benennen. Die Kandidaten werden sich auf der ordentlichen Hauptversammlung von Engelhard am 2. Juni den Aktionären zur Wahl stellen.

Im Falle ihrer Wahl würden die von BASF vorgeschlagenen Board-Mitglieder dem Unternehmen zufolge in dem neunköpfigen Gremium über eine Mehrheit verfügen. Damit wären sie in der Lage, das Barangebot von BASF zu unterstützen und die von Engelhard beabsichtigte Verschuldung zum Rückkauf der eigenen Aktien nicht weiter zu verfolgen, hatte das Unternehmen erklärt.

„Sollten die Aktionäre von Engelhard unsere Kandidaten hingegen nicht wählen, werden wir unser Angebot am 5. Juni auslaufen lassen und uns anderen Möglichkeiten zuwenden“, sagte Hambrecht. Bis zum Freitag waren BASF der Mitteilung zufolge insgesamt 654 238 Engelhard-Aktien zum Erwerb angeboten worden. Engelhard verwies darauf, dass dies weniger als 1 Prozent der ausstehenden Aktien des Unternehmens sei.

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