Erlös aus Wella-Verkauf muss herhalten
Henkel lässt sich Konzernumbau was kosten

Der Henkel-Konzern steckt die gesamten Einnahmen aus dem Verkauf seines Wella-Anteils in die Restrukturierung. Alle Konzernbereiche und Regionen sollen gestrafft werden.

HB DÜSSELDORF. Der Konsumgüterhersteller Henkel erwartet durch die laufende Umstrukturierung eine deutlich höhere finanzielle Belastungen als bisher angenommen. Statt der erwarteten 40 Millionen Euro würden 125 Millionen Euro in diesem Jahr anfallen. Damit will Henkel Maßnahmen finanzieren, die die Ertragskraft des Konzerns von 2004 an um rund 40 Mill. € jährlich steigern sollen.

Die einmaligen Aufwendungen in Höhe von 85 Mill. € fielen im dritten Quartal an, teilte das im Dax gelistete Unternehmen am Montag mit. Durch den beim Verkauf der Henkel-Anteile am Darmstädter Haarpflegespezialisten Wella an den US-Konsumgütergüterkonzern Procter & Gamble erzielten Gewinn würden diese Aufwendungen aber ausgeglichen.

Ein Sprecher sagte, der Gewinn aus der Wella-Transaktion betrage 81 Mill. €. Henkel hatte den Gewinn bislang nicht genannt. Durch diesen Gewinn würden die Mehrausgaben für Restrukturierungsaufwendungen von rund 85 Mill. € kaum Auswirkungen auf das operative Ergebnis (Ebit) zeigen. Die Jahresprognosen des Konzerns blieben damit unverändert bestehen.

Die Restrukturierungsaufwendungen sollten für Überprüfungen einzelner Regionen und einzelner Geschäfte eingesetzt werden, um dort auch Einsparpotenziale zu erschließen, sagte der Sprecher weiter. Aus den bereits laufenden Sparmaßnahmen sollten bereits im kommenden Jahr Kostenverbesserungen in einer Höhe von zehn Mill. € erzielt werden. Durch die neuen Maßnahmen sollten sich diese dann 2004 auf 50 Mill. € summieren. Mit dem Programm wolle die Henkel-Gruppe „ihre starken Marktpositionen ... weiter ausbauen und langfristig sichern“.

Bereits im zweiten Quartal hatte Henkel auf Grund von Einsparungen mehr verdient als im vergangenen Jahr. Im zweiten Quartal hatte Henkel das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 7,2 % auf 180 Mill. € gesteigert. Der Umsatz sank um 4,4 % auf 2,378 Mrd. €. Bereinigt um Wechselkurseffekte sei dagegen ein Umsatzplus von 3,4 % verbucht worden. Im Gesamtjahr 2003 will Henkel das Betriebsergebnis bereinigt um Wechselkurseffekte im hohen einstelligen Prozentbereich steigern und den um Währungseffekte bereinigten Umsatz um vier Prozent.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%