Erneuerbare Energien
Die Solartechnik überwindet Grenzen

Solartechnik aus Sachsen setzt die Welt unter Strom. Jetzt etablieren sich die Anlagenhersteller aus Sachsen auf dem asiatischen Markt. Und sie wollen weiter expandieren.

DRESDEN. Christian Micksch ist zufrieden: "In Sachsen hat sich die Menge des solar erzeugten Stroms innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Damit kann theoretisch jeder zweite sächsische Kühlschrank ein Jahr lang betrieben werden", sagt der Geschäftsführer der Sächsischen Energieagentur Saena. Doch es sind längst nicht mehr nur Kühlschränke in Sachsen, die mit der Energie der hiesigen Strom-Produzenten betrieben werden könnten. Solartechnik aus Sachsen setzt immer häufiger auch andere Teile Welt unter Strom.

FHR Anlagenbau aus Ottendorf-Okrilla bei Dresden rüstet in Taiwan die weltweit erste schlüsselfertige Fabrik für sogenannte CIGS-Dünnschicht-Solarmodule mit Fertigungstechnik aus. Die Abkürzung steht für Kupfer-Indium-Gallium­Diselenid - eine Verbindung, die Sonnenlicht in Strom verwandelt. Im Verbund mit seiner Konzernmutter Centrotherm Photovoltaics aus Blaubeuren in Baden-Württemberg ist FHR nach eigenen Angaben der weltweit einzige Anbieter von schlüsselfertigen CIGS-Fabriken. Die Fertigungsmaschinen aus Sachsen scheiden das stromerzeugende Material als hauchdünne Schicht auf Glasscheiben ab. Der Taiwan-Auftrag spült einen größeren Millionen-Betrag in die Konzernkasse. FHR stieg erst im vorigen Jahr im großen Stil ins Solar-Geschäft ein und konnte seinen Umsatz und seine Mitarbeiterzahl damit noch im gleichen Jahr verdoppeln - auf 38,5 Mio. Euro. Das Unternehmen beschäftigt 165 Mitarbeiter.

Mit FHR haben nun bereits drei Solar-Maschinenbauer von Weltrang ihren Sitz in Sachsen: Die Dresdener Von Ardenne Anlagentechnik deckt mit ihren Fertigungslinien heute die gesamte Palette solarer Dünnschichttechnologien ab. Das Unternehmen beschichtet Glassubstrate und Folien mit extrem dünnen stromerzeugenden Schichten aus verschiedenen Halbleiter/Metall-Verbindungen oder aus Silizium.

Den ersten Solar-Auftrag hatte Von Ardenne im Jahr 2005, als das Unternehmen First Solar aus Phoenix in den USA Anlagen zur Herstellung von Solarmodulen in Dünnschichttechnik bestellte. Inzwischen beliefert die Firma die meisten großen Dünnschicht-Solarzellen-Produzenten. Sie konstruiert zudem Maschinen zur Veredlung von Glas mit Schichten, die Licht- und Wärmestrahlen wahlweise reflektieren, aufnehmen oder durchlassen. Solche Glasscheiben finden als Fassaden immer öfter Verwendung. Sie senken den Energieverbrauch von Heizungen und Klimaanlagen.

Seite 1:

Die Solartechnik überwindet Grenzen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%