Erstes Quartal
Bilfinger Berger profitiert vom Wetter

Deutschlands zweitgrößter Baukonzern Bilfinger Berger hat wegen des milden Winters im ersten Quartal Leistung und Ertrag überraschend deutlich gesteigert.

dpa-afx MANNHEIM. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) sei auch dank eines florierenden Dienstleistungsgeschäfts auf 16 (Vorjahr: -3) Mill. Euro geklettert, teilte die im MDax gelistete Gesellschaft am Montag in Mannheim mit. Die Bauleistung legte auf 1,988 (1,611) Mrd. Euro zu. Von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragte Experten hatten im Schnitt bei einer Leistung von lediglich 1,847 Mrd. Euro ein Ebita von 12,7 Mill. Euro erwartet. Traditionell ist das erste Quartal eher schwach.

Unter dem Strich erwirtschafteten die Mannheimer einen Überschuss von sieben (Vorjahr: -2) Mill. Euro. Die befragten Experten hatten mit einem Gewinn von sechs Mill. Euro gerechnet. Ein kräftiger Sprung beim Ebita im Dienstleistungsgeschäft glich die negative Entwicklung im Ingenieurbau sowie im Hoch- und Industriebau aus.

In dem auch durch Übernahmen gestärkten Dienstleistungsgeschäft sprang das Ebita im ersten Quartal auf 24 (15) Mill. Euro, während das negative Ebita im Hoch- und Industriebau mit minus zwei (-3) Mill. Euro ebenso eingedämmt wurde, wie im Ingenieurbau mit minus drei (-7) Mill. Euro. Im Ingenieurbau habe das starke Auslandsgeschäft aber zu einem erheblichen Leistungszuwachs geführt. Der Hoch- und Industriebau verspüre eine zunehmende Investitionsbereitschaft seiner Stammkunden in Deutschland.

Für das laufende Jahr zeigte sich der Konzern weiterhin optimistisch: Es werde unverändert eine Zunahme der Leistung und eine weitere Steigerung von Ebita und Konzernergebnis erwartet. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital werde die Kapitalkosten von 10,5 Prozent wieder deutlich übertreffen (16,3%). Das vor mehreren Jahren ausgegebene Ziel einer Gewinnverdoppelung bis 2007 auf 100 Mill. Euro hatte Konzernchef Herbert Bodner zuletzt als einen "Mindestwert" bezeichnet.

Bilfinger Berger stützt sich dabei auf ein dickes Auftragspolster. Auftragseingang und Auftragsbestand legten auch in den ersten drei Monaten des Jahres kräftig zu. Der Auftragseingang kletterte um acht Prozent auf 2,532 Mrd. Euro. Der Auftragsbestand erhöhte sich um 19 Prozent auf 9,212 Mrd. Euro.

Trotz steigender Material- und Subunternehmerpreise im Zuge des Konjunkturaufschwungs, sei vom inländischen Hochbaugeschäft wieder ein guter Beitrag zum Konzernergebnis zu erwarten. Das Segment Dienstleistungen entwickelte sich in seinen drei Sparten (Industrial, Power und Facility) weiterhin "sehr erfreulich". Im Geschäftsfeld Betreiberprojekte seien im ersten Quartal bei drei neuen Engagements Abschlüsse erreicht werden.

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