Erstes Quartal
Coca-Cola gedeiht fern der Heimat

Der US-Getränkekonzern Coca-Cola hat Gewinn und Überschuss im ersten Quartal stärker gesteigert als erwartet. Dabei lief das Geschäft im Heimatmarkt schlecht´. Das Ausland glich die Probleme aber mehr als aus.

HB ATLANTA. Coca-Cola konzentriere sich voll auf seine Wachstumträger, betonte Konzernchef Neville Isdell. Die Basis für ein langfristiges Wachstum sei klar gelegt. Vorbörslich legte die Coca-Cola-Aktien um 1,45 Prozent auf 51,00 Dollar zu

In Deutschland profitierte der weltweite Branchenführer von einem starken Absatzanstieg um elf Prozent gegenüber einem Absatzrückgang von einem Prozent im ersten Quartal 2006. Der andauernde Erfolg von Coca-Cola Zero half ebenso wie die größere Verfügbarkeit bei den Discountern, der Ostern-Zeitpunkt und der Kauf des Getränkeherstellers Apollinaris, betonte Coca-Cola am Dienstag in Atlanta zur Vorlage seiner Quartalsergebnisse.

Coca-Cola steigerte den Umsatz im Januar-März-Abschnitt dieses Jahres gegenüber der entsprechenden Vorjahreszeit um 17 Prozent auf 6,1 Mrd. Dollar (4,5 Mrd Euro). Der Gewinn erhöhte sich um 14 Prozent auf 1,3 Mrd. Dollar oder 54 (Vorjahresvergleichszeit: 47) Cent je Aktie. Vor Sonderposten verdiente Coca-Cola 0,56 Dollar pro Anteilsschein. Die von Thomson Financial befragten Analysten hatten im Schnitt mit einem Gewinn je Aktie von 0,53 Dollar gerechnet.

Der weltweite Absatz stieg um sechs Prozent. Das war der stärkste Anstieg seit 2002. Der internationale Getränkeabsatz erhöhte sich um neun Prozent, während es in Nordamerika einen Absatzrückgang von drei Prozent gab. Coca-Cola-Getränke legten weltweit um vier Prozent, Sprite um neun Prozent und Fanta um sieben Prozent zu. Bei stillen Getränken gab es Umsatzsteigerungen zwischen sieben und 21 Prozent.

In der EU gab es einen Absatzzuwachs von elf Prozent, einen Umsatzanstieg von 25 Prozent auf 1,1 Mrd. Dollar und eine Erhöhung des operativen Gewinns um 33 Prozent auf 604 Mill. Dollar.

Coca-Cola legte beim Umsatz hingegen in Nordamerika nur um zwei Prozent auf 1,7 Mrd. Dollar zu. Der operative Gewinn fiel dort um elf Prozent auf 347 Mill. Dollar.

Coca-Cola hatte in Osteuropa, Russland, China und anderen Schwellenländern ein sehr starkes Geschäft mit doppelstelligen Zuwachsraten.

Coca-Cola-Präsident Muhtar Kent strich das starke internationale Wachstum heraus. "Wir wissen genau, was wir in Nordamerika tun müssen und gehen die Probleme vorsichtig an", erklärte er. Er erwartet im zweiten Halbjahr eine Besserung. Coca-Cola will in diesem Jahr eigene Aktien im Gesamtwert von 2,5 bis 3,0 Mrd. Dollar zurückkaufen.

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