Erstes Quartal
Wacker Chemie schafft unerwartet deutlichem Ertragssprung

Der Halbleiter-Zulieferer und Chemiekonzern Wacker Chemie hat nach einem überraschend schwungvollen Jahresbeginn die Prognosen für das Gesamtjahr konkretisiert.

dpa-afx MÜNCHEN. Dank eines florierenden Halbleitergeschäfts kletterte der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im ersten Quartal um 45 Prozent auf 266,5 Mill. Euro, teilte die im MDax gelistete Gesellschaft am Dienstag nach vorläufigen Berechnungen mit. Die von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten Analysten hatten im Schnitt nur 227,4 Mill. Euro erwartet. Der Umsatz kletterte auf 943,7 (799) Mill. Euro. Die befragten Experten waren von 903 Mill. Euro ausgegangen.

Der Konzern machte für die positive Entwicklung das weiterhin gute Marktumfeld bei Siliciumwafern für die Halbleiterindustrie sowie eine starke Nachfrage in allen anderen Geschäftsfeldern verantwortlich. "Wichtigster Motor unserer Umsatz- und Ertragskraft sind das starke Mengenwachstum und das positive Preisumfeld für viele unserer Schlüsselprodukte", sagte Wacker-Chef Peter-Alexander Wacker.

Wacker zeigte sich auch für das laufende Jahr optimistisch: Es sei für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres eine "anhaltend positive" Umsatz- und Ergebnisentwicklung zu erwarten. Auf Basis heutiger Währungsparitäten sei im Gesamtjahr ein Umsatzwachstum von "über zehn Prozent" bei einer gegenüber dem Vorjahr verbesserten Ebitda-Marge zu erwarten. Bisher hatte Wacker lediglich ein weiteres Wachstum bei Umsatz und Ergebnis für das laufende Geschäftsjahr in Aussicht gestellt.

Hauptergebnistreiber bleibt Siltronic. In einem stabilen Preisumfeld erwirtschaftete das Halbleitergeschäft im ersten Quartal eine Ebitda-Marge von 34,6 (Vorjahr 24,2) Prozent. Der Gesamtumsatz kletterte um 32 Prozent auf 377,3 Mill. Euro. Das Ebitda verbesserte sich auf 130,4 (69,3) Mill. Euro.

Wacker Polymers steigerte das Ebitda um 44 Prozent auf 34,2 Mill. Euro. Neben dem starken Umsatz mit Bauchemikalien aufgrund des milden Winters seien auch Preiserhöhungen zum Tragen gekommen. Im Feinchemiegeschäft sank das Ebitda um 38 Prozent auf 3,6 Mill. Euro. Grund seien vor allem erwartete rückläufige Umsätze in der Kundensynthese. Wacker Polysilicon steigerte vor allem aufgrund höherer Mengen und Preise das Ebitda um acht Prozent auf 33,5 Mill. Euro.

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