Erwartung übertroffen
Nestlé muss Umsatzeinbußen hinnehmen

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat in den ersten neun Monaten 2003 einen Umsatz von 64,6 Milliarden Schweizer Franken erwirtschaftet. Analysten hatten mit weniger gerechnet.

HB ZÜRICH. Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat in den ersten neun Monaten 2003 zwar mehr verkauft und auch Preiserhöhungen durchsetzen können. Der Umsatz ging aber wegen des starken Frankens aber dennoch zurück.

Beim Mengenwachstum (RIG) kam der weltgrösste Nahrungsmittelkonzern nach weiteren Angaben vom Donnerstag auf 2,3 Prozent. Der heisse Sommer in Europa heizte den Verkauf von Wassermarken wie Perrier und Vittel sowie von Eiscreme an. Die Verkäufe von Schokoladenriegeln wie Kitkat schmolzen dagegen ab. Während Getränke weltweit mengenmässig um 5,7 Prozent zulegten, gingen die Verkäufe von Schokolade, Süsswaren und Biscuits um 4,1 Prozent zurück.

Nestlé erzielte durch Preiserhöhungen wie etwa bei Maggi-Saucen und Buitoni-Nudeln, insgesamt ein Wachstum um 3,1 Prozent. Der Preisfaktor erweist sich damit für den Konzern als wichtiger Effekt zur Umsatzsteigerung.

Beim organischen Wachstum - Mengenwachstum plus Preiseffekte, jedoch ohne Berücksichtigung von Währungsschwankungen und Übernahmen - sieht sich Nestlé auch für den Rest des Jahres auf Zielkurs. Nestlé will bei dieser Kennzahl jährlich Werte zwischen fünf und sechs Prozent erzielen und sieht dafür Konzernchef Peter Brabeck zufolge in diesem Jahr „eine gute Voraussetzung“.

Finanzchef Wolfgang Reichenberger nannte die Signale für ein Anziehen der US-Konjunktur in einer Telefonkonferenz „ermutigend“. Auch für Europa sieht er Wachstumschancen: Im vierten Quartal erwartet er für diese Region ein besseres Mengenwachstum. Dieses hatte in den ersten neun Monaten nur bei 0,2 Prozent gelegen.



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