Erwartungen verfehlt
Linde legt vor allem im Ausland zu

Der Wiesbadener Industriegase- und Gabelstaplerspezialist Linde hat im ersten Quartal seinen operativen Gewinn gesteigert, was vor allem dem guten Auslandsgeschäft zu verdanken ist. Mit seinem Ergebnis lag Linde jedoch unter den Schätzungen von Branchenanalysten. Für das Gesamtjahr stellte der Traditionskonzern leichte Zuwächse bei Umsatz und operativem Gewinn in Aussicht.

HB FRANKFURT. „Wir sind auf dem richtigen Weg und sehen positive Tendenzen“, kommentierte Konzernchef Wolfgang Reitzle am Donnerstag den Geschäftsverlauf im Quartal. Der operative Gewinn (Ebita) nahm um 11,5 % auf 116 Mill. € zu. Analysten hatten im Schnitt 125 Mill. € erwartet. Für das Gesamtjahr erwartet Reitzle trotz einer weiterhin ungünstigen Konjunkturlage in Europa eine leichte Verbesserung beim operativen Gewinn vor Sondereinflüssen und beim Umsatz. Analysten sprachen von einem gemischten Bild. Die Linde-Aktie legte im Börsenhandel 1,5 % auf 43,10 € zu.

Linde hat sich vor kurzem von seiner traditionsreichen Kältetechnik-Sparte getrennt. Das Geschäft wurde für 325 Mill. € an die Carrier Corporation verkauft. Reitzle hatte klar gemacht, der Konzern werde sich in Zukunft auf seine zwei Standbeine Gas & Engineering sowie Material Handling - die Gabelstaplersparte - konzentrieren.

„Wir hatten einen vergleichsweise guten Start“ sagte Finanzchef Hero Brahms am Nachmittag auf einer Telefonkonferenz. Der Konzernumsatz nahm im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,4 % auf 2,11 Mrd. € zu. Besonders positiv habe sich das Auslandsgeschäft entwickelt, das um zehn Prozent zugelegt habe. Im Inland sei das Geschäft dagegen wegen der schleppenden Konjunktur nur um rund drei Prozent gewachsen. Der Auftragseingang erhöhte sich im Konzern um 147 Mill. € auf 2,36 Mrd. €. „Es zeigt, dass Linde Technologie überall in der Welt gefragt ist“, sagte Reitzle.

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