EU-Gericht kippt VW-Gesetz
Porsche erreicht die Zielgerade

Mit dem Fall des VW-Gesetzes hat Porsche die größte Hürde für die Übernahme der Mehrheit bei Vokswagen genommen. Noch sind aber nicht alle Hindernisse aus dem Weg geräumt. Es gilt zum Beispiel, eine Entscheidung des Amtsgerichts Ludwigsburgs abzuwarten.

STUTTGART. Ein schnelles Überschreiten der 50-Prozent Hürde ist unwahrscheinlich. Frühestens auf der nächsten Aufsichtsratssitzung am 12. November könnte Porsche dafür die Weichen stellen. Es gilt jedoch als wahrscheinlich, dass der Sportwagenbauer sich bis 2008 Zeit lassen wird. Im laufenden Jahr wird Porsche nach Angaben einer mit der Situation vertrauten Person dagegen seinen Anteil an VW voraussichtlich nicht mehr erhöhen.

Offiziell hat Porsche derzeit 31 Prozent der VW-Anteile. Dass in der Zwischenzeit zugekauft wurde, gilt als wahrscheinlich, aber das Unternehmen macht dazu keine Angaben. Erst beim Überschreiten der 50-Prozent-Grenze muss Porsche die Höhe der Beteiligung wieder melden.

Zunächst muss die morgige Entscheidung des Amtsgerichts Ludwigsburg abgewartet werden. Hier versucht VW-Gesamtbetriebsratschef Bernd Osterloh, die Gründung der neuen Porscheholding als europäische Aktiengesellschaft zu verhindern, weil sich die Wolfsburger Arbeitnehmervertreter bei einer Mehrheitsübernahme von VW durch Porsche im Aufsichtsrat der Holding nicht ausreichend repräsentiert sehen.

Nach Einschätzung von Experten haben die Arbeitnehmervertreter nicht allzu große Chancen, weil sie gegen etwas klagen, das noch gar nicht eingetreten ist. Schmettert das Gericht die einstweilige Verfügung von Osterloh ab, wird Porsche wohl möglichst zügig die Holding SE ins Handelsregister eintragen lassen. Aber dafür muss der Jahresabschluss von Porssche erst fertig sein. Und das ist gewöhnlich Ende November der Fall.

Porsche-Chef Wiedeking hatte bereits gegenüber dem Handelsblatt gesagt, dass vor der Eintragung ins Handelsregister wohl nichts mehr passieren werde. Zudem verweist Wiedeking immer wieder darauf, dass es bislang keinen Aufsichtsratsbeschluss für die Mehrheitsübernahme bei VW gebe.

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