EuGH-Urteil
Adidas verliert Streifen-Streit

Der Europäische Gerichtshof hat am Donnerstag in Luxemburg eine Adidas-Klage gegen das niederländische Unternehmen Fitnessworld Trading zurückgewiesen. Damit hat der Sportartikel-Hersteller eine empfindliche Niederlage vor Gericht erlitten.

HB LUXEMBURG. Adidas könne nicht verhindern, dass die Firma weiterhin ihre Kleidungsstücke mit zwei Streifen bedruckt, urteilten die Richter des höchsten EU-Gerichts.

Dieses ähnlich aussehende Logo diene nur der Verzierung, hieß es im Urteil (Az: C-408/01). Es bestehe daher nicht die Gefahr, dass Käufer diese Sport- und Freizeitkleidung mit adidas-Produkten verwechseln könnten. Das Motiv der drei vertikalen, parallelen Streifen ist nach Ansicht des Gerichts eine einprägsame Marke und allgemein bekannt. In den Benelux-Ländern sei das Motiv als Marke für verschiedenen Kleidungsarten eingetragen. Darüber hinaus sahen die Richter aber keinen Anlass, das Logo besonders zu schützen.

Die Vertreter der adidas-Salomon AG (Herzogenaurach) hatten dagegen argumentiert, Käufer würden die Streifen miteinander verwechseln. Fitnessworld profitiere so von der Wertschätzung für die Marke und beschädige die Exklusivität von adidas-Produkten.

Mit dem Urteil muss adidas bereits zum zweiten Mal eine Schlappe vor dem höchsten EU-Gericht einstecken. Im Jahr 2000 hatte der Sportartikelhersteller gegen eine andere niederländische Firma einen ähnlichen Rechtsstreit in Luxemburg verloren. Marca Mode dürfe zwei Streifen auf seine Kleidung drucken und nähen, weil es keine Verwechslungsgefahr gebe, urteilten die Richter bereits damals.

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